Lokalsport

Beim "FC Bayern der Liga" zu Gast

Wer hätte das vor Wochen noch gedacht? Die Verbandsligapartie FV Olympia Laupheim gegen VfL Kirchheim als Spiel des Tabellenersten gegen den Dritten ein Spitzenspiel. Am Samstag gastieren die "Blauen" um 14.30 Uhr im Olympiastadion.

KIRCHHEIM Die Voraussetzungen für den Terminus "Spitzenspiel" hat sich der VfL Kirchheim in den letzten vier Spielen (10 Punkte aus vier Partien) erarbeitet. Die Gastgeber gelten dennoch als klarer Favorit, alles andere als ein Erfolg der Hausherren käme einer Überraschung gleich.

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Auch VfL-Trainer Michael Rentschler sieht sein Team in der Außenseiterrolle: "Es muss schon alles optimal laufen, wenn wir einen Punkt mit nach Hause nehmen wollen." Die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften sind groß, ist Laupheim doch quasi zum Aufstieg in die Oberliga verdammt, während für den VfL in dieser Saison nur der Klassenerhalt zählt. Auch im personellen Vergleich werden eklatante Unterschiede deutlich: Mit Istvan Borgulya, Marian Fedor, Didier Kanhan, Selcuk Sahin und Balazs Schrancz hat Laupheim gleich fünf Berufsspieler im Kader. Bekanntester Balltreter des Ligaprimus ist Oliver Unsöld, ehemaliger Bundesligaspieler des SSV Ulm einer jener Protagonisten des Ulmer Durchmarsches von der Regional- in die Bundesliga. "Olympia Laupheim ist der FC Bayern der Verbandsliga", zollt Rentschler dem FV seinen Respekt.

Nach der verdienten und bisher einzigen Saisonniederlage (0:1 in Au) ist der Vorsprung des Spitzenreiters auf die zweitplatzierte TSG Balingen auf drei Punkte geschrumpft. Deshalb zählt zum Vorrundenabschluss gegen den VfL Kirchheim nur ein Sieg, Trainer Gursel Purovic erwartet eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. Dass seine Truppe nicht im Schongang zu drei Punkten kommen wird, ist Ourovic bewusst: "Der VfL Kirchheim ist im Moment die Mannschaft der Stunde." Mit den bisher erreichten 33 Punkten aus 14 Spielen ist Purovic zufrieden, will aber noch eins drauf setzen: "Wir haben in diesem Jahr noch zwei Heimspiele gegen den VfL Kirchheim und die SV Böblingen und die will ich unbedingt gewinnen."

Das Gefüge zwischen erfahrenen und jungen Spielern passt, sodass der Laupheimer Coach zuversichtlich ist, das ersehnte Ziel Oberligaaufstieg realisieren zu können: "Wir haben eine konstante Vorrunde gespielt und ich gehe davon aus, dass wir auch am Ende der Saison ganz oben stehen werden." Darf man auf Grund der jüngsten Erfolge, in Euphorie verfallend, Ähnliches für den VfL hoffen?

kdl