Lokalsport

Bergwald-Elf vor Schicksalswochen

Seit vergangenen Sonntag steht der TSV Jesingen II als erster Absteiger in der Fußball-Kreisliga A fest. Drei weitere Vereine werden folgen müssen. Mittendrin der TSV Ohmden. Die Bergwald-Elf trifft am Sonntag gegen den TSV Altdorf auf den ersten von drei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Drei Mannschaften werden noch gesucht, die den bitteren Weg in die Sicherheitsliga antreten müssen. Zusätzlich muss ein Team in die Abstiegsrelegation. Infrage dafür kommen fünf Kandidaten. Die besten Chancen auf den direkten Klassenerhalt dürfen zweifelsohne dem VfB Neuffen eingeräumt werden. Die Elf von Spielertrainer Stefan Haußmann hat sich in der Winterpause gut verstärkt und hinterließ in den vergangenen Wochen den stärksten Eindruck. „Für mich kommt der VfB Neuffen nicht als Absteiger infrage“, sieht Ohmdens Abteilungsleiter Peter Scherrer für sein Team nur noch die Chance, über den Relegationsplatz den Klassenerhalt zu erreichen.

In der nächsten Woche wird sich zeigen, wohin der Weg des TSV Ohmden führen wird. Die Bergwald-Elf trifft auf drei direkte Abstiegskonkurrenten. Am kommenden Sonntag ist der TSV Altdorf zu Gast, an Himmelfahrt geht es auf den Spadelsberg zum VfB Neuffen und drei Tage später spielt die Elf von Trainer Peter Härtl gegen den TSV Neckartailfingen II. „Wenn wir noch eine reelle Chance haben wollen, müssen wir aus diesen drei Spielen sieben Punkte holen“, rechnet Scherrer schon mal vor.

Nach nur zwei Jahren muss der TSV Jesingen II wieder in die Kreisli-ga B absteigen. Für Spielertrainer Marc Augustin, der auch in der nächsten Saison Trainer in Jesingen bleiben wird, hat der Abstieg viele Gründe. „Vielleicht habe ich in der Vorrunde zu viel gewechselt, und es fehlte dadurch an der nötigen Konstanz“, gibt sich Augustin selbstkritisch. Hinzu kam, dass der Bezirksligareserve in etlichen Spielen schlicht das nötige Glück fehlte: „Wir waren in den meisten Spielen ein gleichwertiger Gegner. Nach der Winterpause war der Druck dann einfach zu groß, um das Unmögliche noch möglich zu machen.“ Vielleicht gelingt am Sonntag gegen den TSV Oberboihingen wenigstens der zweite Saisonsieg.

An der Tabellenspitze will der AC Catania Kirchheim mit einem Sieg beim TSV Beuren den zweiten Tabellenplatz endgültig sichern. Für Catania-Spielertrainer Cesare D’Agostino ist die Saison schon zum jetzigen Zeitpunkt ein großartiger Erfolg: „Vor Rundenstart zählten wir sicherlich nicht zum Kreis der Favoriten.“ Ob es am Ende sogar noch zum ersten Tabellenplatz reicht, ist unwahrscheinlich, denn die Verantwortlichen des VfL Kirchheim setzen alles in Bewegung, um mit dem Juniorenteam in die Bezirksliga aufzusteigen. Für die kommende Begegnung gegen den VfB Neuffen (Spielbeginn erst um 16.30 Uhr) kann Trainer Detlef Pflüger noch einmal aus dem Vollen schöpfen. In den letzten vier Spielen dürfen nur noch die Spieler aus dem Oberligakader eingesetzt werden, die bisher weniger als die Hälfte der Spiele in der ersten Mannschaft absolvierten. Deshalb wird jetzt beim VfL Kirchheim genau geprüft, welche Spieler nicht mehr infrage kommen.

Nach sechs Spielen ohne Niederlage ist der TSV Ötlingen auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt und ist damit bester Aufsteiger der Liga. Für Trainer Dirk Heinemann nicht überraschend: „Ich habe schon vor der Saison damit gerechnet, dass wir Platz fünf erreichen können.“ Beim TSV Notzingen, der zu den heimstärksten Teams der Liga zählt, wird es für die Ötllinger nicht einfach werden, die Erfolgserie fortzusetzen. Vor einer relativ leichten Aufgabe stehen die SF Dettingen im Heimspiel gegen den TSV Neckartailfingen II. Weitaus schwieriger hat es der TV Neidlingen. Die Schützlinge von Spielertrainer Roland Schumacher wollen zumindest einen Zähler beim TSV Raidwangen entführen. In der letzten Begegnung des Spieltages stehen sich der TB Neckarhausen und der 1. FC Frickenhausen II gegenüber.

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