Lokalsport

Bewährungsprobe in Göppingen

Unter dem Hohenstaufen kommt es morgen zum Spitzenspiel der Bezirksliga: Tabellenführer TSV Jesingen gastiert beim Vierten, dem SV Göppingen. Der ausgeruhte TSV Notzingen erwartet im heimischen Eichert den FV Neuhausen.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Die Freude über den 2:0-Sieg der Jesinger beim FV 09 Nürtingen hält sich in Grenzen. Viel mehr schmerzt die Verletzung von Dirk Augustin. Die Diagnose: Doppelter Bänderriss. Der Heilungsprozess dauert vermutlich bis zu sechs Wochen. Da ist die Runde so gut wie gelaufen. Der 22-Jährige gehörte die ganze Saison zu den Leistungsträgern im Team. Abteilungsleiter Steffen Mauz: "Das war mit unser bester Spieler." Seit Donnerstagabend sind die Jesinger wieder Erster. Freilich aber auch nur, weil Notzingen und Großbettlingen noch ein Spiel mehr nachzuholen haben. Am morgigen Sonntag beim SV Göppingen kommt es zu einer echten Bewährungsprobe. Die Gastgeber sind da sogar mehr gefordert. Nur bei einem Sieg kann sich die Mannschaft von Trainer Uli Haug weiter Hoffnungen auf den Landesligaaufstieg machen. Das Team von den Lehenäckern hat durch den Sieg in Nürtingen wieder mehr Selbstvertrauen.

Von den letzten 14 Spielen haben die Notzinger zwölf gewonnen und dabei das Feld praktisch von hinten aufgerollt eine imposante Serie. Der morgige Gegner FV Neuhausen hat sich in der Winterpause glänzend verstärkt. Die 0:2-Heimniederlage am Donnerstag gegen Göppingen war da ein kleiner Rückschlag. Noch brauchen die Filder-Kicker auch jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Doch mit Sicherheit wird Spielertrainer Stefan Haussmann seine Notzinger Jungs warnen, den Gegner zu unterschätzen.

Andreas Wohlleben, Spielleiter des TSG Zell, verstand vorgestern die Welt nicht mehr. Da hat seine Mannschaft den TSV Grötzingen in der ersten halben Stunde regelrecht an die Wand gespielt und 3:0 geführt dann reichte es am Ende nur zu einem 4:4. Zu wenig im Abstiegskampf. Wohlleben: "Die Stimmung ist bei uns im Keller." Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: "Jetzt müssen wir halt in Großbettlingen wenigstens einen Punkt holen."

Die SGEH enttäuschte in Neckartailfingen beim 1:2. Bereits morgen hat das Team von Coach Erhard Reinhofer die Möglichkeit, sich in Wolfschlugen zu rehabilitieren. Die "Hexenbanner" sind schon die ganze Runde ziemlich launisch. So war die 0:1-Heimpleite gegen den SV 1845 Esslingen am Donnerstag für das Team von Spielertrainer Steffen Fischer erneut ein Negativ-Erlebnis. Wenn die Kicker von der Berghalbinsel aber noch aus dem Tabellenkeller kommen wollen, dürfen nicht mehr viel Auszeiten genommen werden.