Lokalsport

Bezirks-Asse stechen

Groß war die Ausbeute der alpinen Skimannschaft des Bezirks Mittlere Alb bei den schwäbischen Jugendmeisterschaften am Grasgehren. Mit zwei Titeln durch Manuela Schmohl (SC Unterensingen) im Slalom und Timo Schneider (SC Großdeinbach) im Riesentorlauf sowie einem dritten Platz durch den Kirchheimer Philipp Hauff im Riesentorlauf war das Bezirksteam das erfolgreichste am Start.

OBERSTDORF Die schwäbischen Jugendmeisterschaften waren diesmal eingebettet in den neu konzipierten SSV-Supercup, wo bei insgesamt acht Rennen für Aktive- und Jugendläufer ähnlich wie im Weltcup bis zum 30. Platz Punkte vergeben werden. Für Mitfavoritin Manuela Schmohl vom SC Unterensingen endete der fast ein Kilometer lange 40-Tore-Parcours nach zwei Durchgängen als Gesamt-Vierte zunächst etwas ernüchternd. Einen Podiumsplatz hatte sie eigentlich eingeplant. Doch Melina Bauer vom DAV Überlingen fuhr einen so überlegenen zweiten Lauf, dass sie sich vom achten auf den ersten Platz nach vorne schieben konnte. Manuela Schmohl erzielte zwar die drittschnellste Laufzeit, konnte aber Steffi Betz (Onstmettingen) nicht mehr von den vorderen Plätzen verdrängen. Dennoch reichte es bei der Jugend 18 zum dritten Platz.

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Bei der männlichen Jugend überraschte Timo Schneider vom SC Großdeinbach mit seinem ersten Meisterschaftserfolg. Chancen auf den Titel hatte auch Philipp Hauff vom VfL Kirchheim. Nur 14 Hundertstel Sekunden hinter Erik Linden (SAS Stuttgart) lag er nach dem ersten Durchgang aussichtsreich auf Platz zwei. Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang katapultierte sich schließlich Schneider an die Spitze. Linden konnte Philipp Hauff in Schach halten, sodass der Kirchheimer am Ende den dritten Platz belegte. Für den Bezirk Mittlere Alb bereits am ersten Tag ein Spitzenergebnis, zumal mit Alexander Henzler vom TV Unterlenningen ein junger Nachwuchsfahrer vehement nach vorne drängt und mit dem vierten Platz bei der Jugend 16 sein bestes Ergebnis einfuhr. Kai Mehlstäubl vom TV Neidlingen wurde in dieser Klasse Zehnter.

Der zweite Tag hätte mit dem Slalom genauso erfolgreich enden können wie der erste. Es begann furios: Manuela Schmohl setzte sich nach dem ersten Durchgang an die Spitze des mit 30 Teilnehmern schwachen Feldes. Auch Philipp Hauff zeigte sich von seiner besten Seite als Zweiter hinter Daniel Bohnacker (Gerhausen), aber fünf Zehntelsekunden vor Timo Schneider. Ein spannender zweiter Durchgang bahnte sich an. Während Bohnacker durch die 44 Torstangen ein ähnlicher Husarenritt wie im ersten Durchgang glückte, wurde Philipp Hauff eine kurze Unaufmerksamkeit zum Verhängnis. Ohne ersichtliche Not fädelte er ein und schied aus. Dies nutze Timo Schneider, der sich auf den zweiten Platz vorschieben konnte. Manuela Schmohl bot auch im zweiten Durchgang mit der Bestzeit eine Gala-Vorstellung und sicherte sich unangefochten den schwäbischen Titel.

mm