Lokalsport

Big Point an der Blau?

Handball-Landesliga: Die Owener rüsten fürs Spitzenspiel

Schlagerspiel in der Handball-Landesliga Staffel 4: Spitzenreiter TSV Owen gastiert heute Abend beim engsten Verfolger TSV Blaustein und kann seinen Vorsprung bei einem Sieg auf sechs Pluspunkte und acht Minuszähler ausdehnen.

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Owen/Lenningen/Weilheim. Neuling TSV Blaustein ist der hartnäckigste Verfolger im Kampf um den Meistertitel und den direkten Aufstieg in die Württembergliga der Owener. Der Aufsteiger mit Spielertrainer Harald Michaeler schüttelte mit einem 28:26-Heimsieg gegen Laupheim zuletzt einen weiteren Konkurrenten ab. Das Hinspiel gewann der TSVO mit 35:30. Fraglich bei den Teckstädtern ist noch der Einsatz von Kreisläufer Jan Hanssen, der sich mit einer Erkältung herumplagt. Fehlen wird ebenfalls Sascha Meissner, für ihn rückt Youngster Sebastian Martin in den Kader. Steffen Klett macht zwar noch immer eine Bänderverletzung zu schaffen, er wird allerdings zur Verfügung stehen. Für Owens Spielertrainer Markus Brodbeck liegt der Schlüssel zum Erfolg erneut in einer guten Abwehrarbeit. Selbst hat er sich auch viel vorgenommen: Owens Übungsleiter war in den letzten Partien nicht ganz mit seiner Leistung zufrieden. „Vielleicht lag meine Konzentration in den letzten Wochen zu sehr auf der Abwehrorganisation“, so Brodbeck selbstkritisch.

Mit einem Erfolg im Blautal könnte der TSV Owen in Sachen Aufstieg bereits eine Vorentscheidung herbeiführen. Der Druck lastet jedoch ganz auf dem Heimverein: Blaustein muss gewinnen, um seine vorletzte Chance zu wahren. Übrigens setzt der Freundeskreis Handball in Owen zu diesem Spiel einen Fanbus ein, in dem es für Kurzentschlossene noch Plätze hat (Anmeldungen bei Jochen Bader/Abfahrt witterungsbedingt bereits um 17.30 Uhr). Spielbeginn ist um 20 Uhr in der Lixsporthalle Blaustein.

Nicht in jedem Reisebus, der in Richtung Vorarlberg fährt, sitzen erwartungsvolle Skifahrer. Zum Beispiel heute nicht, wenn die SG Lenningen mit ihren Fans zum Auswärtsspiel nach Feldkirch reist. Übrigens sind noch einige Plätze frei (Abfahrt 15 Uhr, Sporthalle Lenningen). Die Österreicher haben sich in der Zwischenzeit in die Verfolgerschar von Tabellenführer Owen eingereiht. Dabei haben Hintringer und Co. eine sehr gute Serie aus den letzten fünf Spielen (8:2 Punkte) hingelegt, haben wieder Aufstiegshoffnung. Bemerkenswert ist auch die Heimstärke von Blau-Weiß: Bei ihren acht Spielen mussten sie nur die Punkte gegen Weilheim (18:19) und Laupheim (27:28) abgeben. Eine knappe Angelegenheit war auch das Vorrundenspiel in Lenningen. Da benötigte die SG das berühmte Quäntchen Glück, um mit 23:22 zu gewinnen. Wie man in Feldkirch punkten kann, bewies Weilheim mit viel Einsatzwillen und einer Betonabwehr. Bei der SG fehlen Sven Lamparter und Jochen Leitner, die beide beruflich verhindert sind (heute, 20 Uhr, Reichenfeldhalle, Feldkirch).

Nach der 27:28-Niederlage beim SKV Unterensingen muss sich der TSV Weilheim mit dem Gang in die Bezirksliga anfreunden. Vor allem die vielen technischen Fehler und die mangelnde Chancenauswertung wurden den Gästen zum Verhängnis – diese besiegeln nun ihr Schicksal. Positiv hob Trainer Volker Allgaier den Kampfgeist seiner Schützlinge hervor: „Als wir Mitte der zweiten Halbzeit deutlich zurücklagen, hätte niemand mehr auf uns gesetzt. Aber wir haben uns dann auf ein Tor herangearbeitet und hätten sogar noch ausgleichen können“. Es fehlen beim TSVW nur Kleinigkeiten – aber diese entscheiden über Sieg oder Niederlage. Jetzt ist die Tabellensituation ebenso trost- wie aussichtslos, und in den verbleibenden Spielen will man sich so teuer wie möglich verkaufen, schon wegen der treuen Fans.

Heutiger Gegner (20 Uhr) ist der TSV Neuhausen/Fildern II. Die Mannschaft von Spielertrainer Alexander Adam belegt derzeit den zehnten Platz, welcher noch zu den Abstiegsrängen gehört. Mit einem Sieg wäre die Regionalligareserve wieder auf Tuchfühlung zum Tabellenmittelfeld. Zwei Punkte in Weilheim sind daher fest eingeplant, aber leicht werden es die Weilheimer ihnen nicht machen. Denen fehlt im Übrigen Timo Klein, dessen alte Knieverletzung nach seinem Teilzeit-Comeback wieder aufbrach.

Wahrscheinlich mit Tapeverband auflaufen wird Patrick Seyferle. Ihn plagt noch eine Bänderverletzung im Fuß. jb/döl/pa

TSV Owen: Brodbeck, Carrle – Gehrke, Wager, Dunkel, Weiss, Kirchner, Lehmann, Hanssen?, H. Hoyler, B. Klett, S. Klett, Sigel, Schmidt, Martin

SG Lenningen: Attinger, Born – Austen, Bächle, Braunwarth, Haid, Kazmaier, J. Lamparter, Renz, Ringelspacher, Wald, Wiesinger.

TSV Weilheim: Rehkugler, Porstner – Auweter, Sigel, Bachofer, Haase, Mauch, Seyferle, Zettl, Bächle, Schill, Planitz, Schorr.