Lokalsport

Bitteres Ende nach beherztem Kampf

Trotz großen Kampfspiels verlor Handball-Württembergligist TSV Owen sein Heimspiel gegen den MTG Wangen mit 29:31 (13:16). Über weite Strecken waren die Hausherren dem Tabellenzweiten ebenbürtig und hätten einen Punkt verdient gehabt.

OWEN War es Pech, Unvermögen oder lag es an den Entscheidungen der beiden Unparteiischen? In einem Punkt waren sich die Anhänger des TSV Owen nach der Partie einig. Die Täles-Spieler hatten dem Spitzenteam aus dem Allgäu über die gesamte Partie Paroli geboten und konnten nach 60 spannungsgeladenen Minuten erhobenen Hauptes vom Feld gehen. Trotzdem war den gelbschwarzen Akteuren die Enttäuschung deutlich anzusehen. Wieder einmal stand man nach guter Leistung gegen eine Spitzenmannschaft mit leeren Händen da.

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Dabei gab es durchaus die Chance, dass gegen Wangen der Knoten platzen könnte. Owen startete gut in die Partie, legte zwei Tore vor, ehe die Gäste erstmals trafen. Vier der ersten Treffer der MTG fielen nach Strafwürfen. Steffen Rosenwirth ließ Bastian Reckziegel im Owener Gehäuse da kaum eine Chance. So musste Owen eine 5:3-Führung aus der Hand geben und sah sich in der Folge mit 6:9 im Hintertreffen. Vor allem die linke Angriffsseite der Allgäutruppe bereitete den Hausherren immer wieder Kopfzerbrechen. Owen war seinerseits auch aus dem Rückraum gefährlich, während von außen das nötige Quäntchen Glück im Anschluss fehlte. Immerhin konnte die Mannschaft von Spielertrainer Christoph Winkler das eigene Spiel stabilisieren und sich kurz vor der Pause auf 13:15 heranarbeiten. Durch einen glücklichen Abpraller kamen die Gäste noch zum 13:16, während Lars Kirchners Wurf mit der Halbzeitsirene nicht mehr anerkannt wurde.

Hoch motiviert startete die Tecksieben in den zweiten Durchgang. Ein Doppelpack von Steffen Klett brachte Owen beim 19:18 erstmals wieder in Führung. Während die Owener Defensive den Gästerückraum nun beinahe vollständig ausschalten konnte, entpuppte sich die linke Außenposition immer wieder als Achillesferse. Wangens Rechtshänder Daniel Köhler ließ Bastian Reckziegel immer wieder schlecht aussehen. So entwickelte sich eine Partie, die an Spannung kaum mehr zu überbieten war. Auch die Stimmung in der Teckhalle steigerte sich zusehends. Unter tosendem Beifall war es Heiko Hoyler, der die zwischenzeitliche 26:25-Führung für die Hausherren erzielte. Doch wieder war die Männerturngemeinde im Gegenzug erfolgreich. Nun konnten die Mannen von Spielertrainer Martin Leupold wieder Akzente setzen und selbst zum 29:27 vorlegen. Doch Owens Moral war ungebrochen. Sascha Meißner setzte einen Ball nach einem Konter zum abermaligen Ausgleich (29:29) in die Gästemaschen. Dann wähnten sich die Owener benachteiligt: Nach einem Gästetor wurde Lars Kirchner beim Wurf behindert, die fällige Strafe blieb allerdings aus. Auf der anderen Seite hatte sich Owens Abwehrreihe den Ball schon beinahe wieder erkämpft, diese fiel Wangens Wachter jedoch dann sprichwörtlich vor die Füße. Er vollstreckte zum alles entscheidenden 29:31.

In den verbleibenden 30 Sekunden suchte Owen mit der Brechstange den Erfolg. Doch die MTG Wangen konnte den Sieg über die Zeit retten. Nach dem spielfreien Faschingswochenende wartet auf den TSV Owen das Spiel beim TSB Schwäbisch Gmünd. Vielleicht kann Owen die derzeit gute Form dann ja auswärts wieder in Punkte umwandeln.

br

Spielstenogramm

TSV Owen: Carrle, Reckziegel Dunkel, Hanssen (5), Hoyler (5), Kirchner, B. Klett, S. Klett (5), Meißner (5), Schmid, Schmidt, Sigel, Weiss (2), Winkler (7/3)MTG Wangen: Nerger, Wild Rosenwirth (7/4), Leupold (1), Maier (5), Köhler (6), Weber (3), Staudacker, Bader, Wachter (6), Köhler (4)