Lokalsport

Blick in die Statistik macht TVN Hoffnung

Im Mittelpunkt des 12. Spieltages in der Fußball-Kreisliga A steht das stets brisante Lokalderby zwischen dem TV Neidlingen und dem TSV Weilheim. Für die SF Dettingen gilt es, im Heimspiel gegen den schwächelnden VfL Kirchheim II den Anschluss an die führenden Teams nicht zu verlieren.

Neidlingen/Kirchheim. In den letzten 12 Begegnungen hatte der TV Neidlingen ge­genüber dem TSV Weilheim statistisch gesehen knapp die Nase vorn: Die Neidlinger gewannen sechs Partien, die Limburgstädter vier. Allerdings konnte der TVN die letzten vier Spiele nicht mehr gewinnen und der letzte Sieg (1:0) gegen den Nachbarn gab es in der Saison 2005/06. Nun ist Spitzenreiter TSVW in der Favoritenrolle, doch Neidlingens Abteilungsleiter Claus Moll weiß große Fanlager hinter seiner Mannschaft: „Sicherlich drückt uns die ganze Liga die Daumen.“ Ob der Neidlinger Mannschaftskapitän Mar­lon Lamour auflaufen kann, ist noch fraglich. Nach der Roten Karte vor vier Wochen müsste die Sperre ei­gent­lich abgelaufen sein, deshalb wartet Moll täglich auf das Urteil. Für Günter Friess, den sportlichen Leiter des TSV Weilheim, ist die Einstellung seiner Mannschaft entschei­dend für Wohl oder Wehe. Dabei hoffen die Weilheimer, dass sie wieder auf ihren Abwehrchef Kai Sigel zurückgreifen können. Sigel war wegen eines Bänderrisses zuletzt außer Gefecht.

Weil sie spielfrei waren und deshalb nicht punkten konnten, sind die SF Dettingen vom dritten auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht. Jetzt darf sich die Elf von Spielertrainer Peter Merkle gegen den VfL Kirchheim II keinen Ausrutscher erlauben. Derweil hadert man etwas beim Gegner. „Wir vergeben zu viele Torchancen“, nennt VfL-II-Trainer Tonio Pepe einen Grund für den schlechten Saisonverlauf. Pepe ist überzeugt, dass die gegnerischen Mannschaften gerade gegen den VfL besonders motiviert zur Sache gehen. Was ihm Hoffnung macht, ist die Tatsache, dass seine Mannschaft in den bisherigen Spielen nie die schlechtere Elf war. In Dettingen hofft der Übungsleiter auf eine Überraschung: „Die offensive Spielweise der Dettinger kommt uns vielleicht entgegen.“

Vor einer fast unlösbaren Aufgabe steht der TSV Oberlenningen beim Tabellendritten TSV Oberboihingen. Die Gastgeber sind als einzige Liga-Mannschaft noch ohne Niederlage, aber warum soll der Mannschaft von Spielertrainer Rainer Ziegelin nicht noch einmal solch eine Überraschung gelingen wie beim 3:2-Erfolg am 12. Oktober beim TSV Harthausen? So hoffen die Lenninger auf ein Deja-vu-Erlebnis.

Nach drei Siegen in Folge hat sich der TSV Ohmden vom drittletzten auf den siebten Tabellenplatz vorgearbeitet. Beim TB Neckarhausen, der nur einen Punkt weniger auf seinem Konto hat, besteht die Chance, mit einem weiteren „Dreier“ sich im vorderen Tabellendrittel festzusetzen. Mit 19 Punkten und erst einer Niederlage ist der TV Unterboihingen der beste Aufsteiger in dieser Saison. Im Lokalderby beim 1. FC Frickenhausen II könnte diese Bilanz weiter verbessert werden.

Mit einem Heimsieg gegen das Schlusslicht FV 09 Nürtingen II könnte sich der FC Unterensingen im Abstiegskampf wieder etwas Luft verschaffen. kdl

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