Lokalsport

Blickpunkt Dachsbühl

Morgen steigt die 13. Auflage des Bergzeitfahrens auf der „Bissinger Meile“

Großer Tag für den kleinen TV Bissingen: Morgen ist die Alpin- und Radsportabteilung zum 13. Mal Gastgeber des berühmt-berüchtigten Bergzeitfahrens für Radgefährte aller Art: Die „Meile“ lockt neben Pedaleuren aller Couleur heuer auch einen ehemaligen Radprofi an.

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Peter Eidemüller

Bissingen. Erlaubt ist, was Spaß macht: Getreu dieses Mottos laden die Meile-Macher heuer zum bereits 13. Mal all jene ein, die sich der 1 600 Meter langen Strecke zwischen Dachsbühl und Breitenstein stellen wollen. Der innere Schweinehund, die eigene Bestzeit oder das schlichte Interesse am persönlichen Leistungsvermögen – die Gegner sind so vielfältig wie die Gefährte, die alljährlich an den Start gehen: Rennräder, Mountainbikes, Tandems, Einräder, Handbikes, Laufräder und sogar Bobbycars – auf der Meile gibt es nichts, was es nicht gibt. Oder etwa doch? „Einige Bissinger Jungs wollen mit dem Trendsportgerät Waveboard­ die Strecke hochfahren“, weiß Mitorganisatorin Judith Oelkrug – sage noch einer, das Bergzeitfahren auf dem Radweg zwischen Nabern und Neidlingen habe nach zwölf Jahren an Anziehungskraft verloren.

Wär‘s so, würden nicht alljährlich die Radsportcracks aus dem Umland an den Start rollen. Ausdauerexperten wie der Jesinger Andreas Miller, der die „Meile“ in den vergangenen drei Jahren für sich entschied, werden ebenso am Start erwartet wie die starken Nachwuchsmountainbiker des Weilheimer Scott Team Heilenmann.

Ob einer von ihnen den Streckenrekord des Notzingers Simon Mößner aus dem Jahr 2006 (2.46,64 Minuten) angreifen kann, hängt zu großen Teilen vom Wind ab: Bliese dieser morgen aus Norden, könnte Mößners Zeit ebenso in Gefahr geraten wie die Bestmarke bei den Frauen. Die 3.24,27 stammen ebenfalls aus dem Jahr 2006, werden von Susi Niemeyer aus Owen gehalten. Selbst wird sie ihren Rekord nicht unterbieten können: Niemeyer weilt im Urlaub.

Daheimgebliebene können sich neben der Bewirtung im Festzelt, das wie immer am Rechtsknick der Strecke aufgebaut sein wird, auch auf einen ehemaligen Radprofi freuen: Kai Hundertmarck, von 1996 bis 2003 im Team Telekom, wird Gast von Radsport Fischer und Wagner aus Kirchheim sein, die am Rande der Strecke ein Demoevent mit den neuesten Modellen der Bikeschmiede Cervelo aufbauen. Als Schmankerl ist gegen 14 Uhr eine geführte Ausfahrt mit Hundertmarck geplant.

Ob der 41-Jährige die Strecke mit ihren 100 Höhenmetern selbst in Angriff nehmen wird? Wenn ja, sollte er sich die Taktik schon vorher zurechtlegen: Hier reichen die Meinungen von „80 Prozent am Anfang, 120 Prozent am Schluss“ bis „von Anfang an durchbolzen.“