Lokalsport

Bloß kein Schlendrian

Owens Cotrainer warnt vor dem wiedererstarkten HC Feldkirch – SGL und TSVW auswärts

Vorsicht, die Österreicher kommen: Spitzenreiter TSV Owen kann sich vor dem Heimspiel gegen den zuletzt drei Mal in Folge siegreichen HC Feldkirch nicht zu sicher sein.

Anzeige

Owen/Lenningen/Weilheim. Mit dem HC BW MGT Feldkirch erwartet Spitzenreiter TSV Owen einen fast gänzlich unbekannten Gegner. Lediglich durch eine Videoaufnahme vom HC-Spiel beim TSV Neuhausen/Filder II konnte sich das Owener Trainergespann Brodbeck/Schöberl ein Bild vom österreichischen Gegner machen. Die Vorarlberger waren vor Saisonbeginn als Mitfavorit um den Aufstieg gehandelt worden, aktuell stehen sie mit 9:9 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Mit Florian Hintringer verfügt Feldkirch über einen gefährlichen Spieler, der sowohl Torjäger- als auch Spielmacherqualitäten hat. In der neuen Staffel-4-Torschützenliste liegt Hintringer auf Platz eins noch vor dem Weilheimer Björn Bachofer.

Der TSV Owen muss derweil auf den verletzten Heiko Hoyler verzichten: Hoyler wurde am Dienstag aufgrund eines erlittenen Nasenbeinbruches aus dem Spiel in Graben­stetten operiert. Für Hoyler rückt entweder Youngster Sebastian Martin oder Allrounder Nico Sigel in den Kader. Weiterhin fehlen die beiden Langzeitverletzten Christoph Winkler und Janick Lehmann. Erklärtes TSV-Ziel ist es, die weiße Heimweste zu wahren und doppelt zu punkten. Owens Co-Trainer Jürgen Schöberl warnt allerdings vor übertriebenem Optimismus: Mit drei Siegen in Folge kommt Feldkirch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Teckhalle (Sonntag, 17 Uhr, Teckhalle).

Ein Blick auf die Tabelle besagt: Es ist sehr „eng“ geworden in der Staffel vier, die Mannschaften liegen dicht beieinander. Jeder kann jeden schlagen – auch der Tabellenfünfte SG Lenningen steht für diese Theorie. Dem 23:22-Erfolg über Feldkirch folgte jetzt ein 24:23 über Unterensingen, und es war das totale Kontrastprogramm zum verhunzten Rundenauftakt mit vier Niederlagen in Folge. Die SG zeichnet etwas aus: Sie hat einen starken Willen, kämpft und hat Disziplin. Morgen, beim TSV Neuhausen II (8:10), will Lenningen (9:9) seinen Punktelauf bestätigen. Aber aufgepasst, Neuhausen ist nicht Unterensingen: Auf den Fildern warten Spieler mit Regionalligaerfahrung auf Kazmaier und Co. Vor allem die Kreise der Topwerfer Arnold Schneider, Marco Castello und Marco Schwab gilt es einzuengen. TSV-Co-Trainer Jens Geiselhart beschreibt das Match gegen Lenningen so: „Hier wird es sich entscheiden, ob wir uns einen Mittelfeldplatz sichern können. Ich sehe beide Teams auf Augenhöhe.“ Die SG wird in der „Unterensinger“ Aufstellung einlaufen (Sonntag, 15 Uhr, Egelseesporthalle, Neuhausen).

Morgen trifft der TSV Weilheim in Nürtingen auf Aufsteiger TSV Zizishausen – ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften, denn ebenso wie die Weilheimer wollen die Zizishausener bis zur Weihnachtspause sich noch ein möglichst dickes Punktepolster zu den Abstiegsrängen erspielen. Das TSVW-Unentschieden gegen den TSV Blaustein (24:24) war derweil das erste Lebenszeichen der Limburgstädter nach vier Niederlagen zuvor. Auf dieser kämpferisch guten Leistung aufbauend, soll die Formkurve weiter ansteigen, so die TSVW-Hoffnungen. Mit einem Sieg wäre man wieder auf einem Nichtabstiegsplatz.

Unter ähnlichen Voraussetzungen geht der Gastgeber in die Partie: Zwei Niederlagen in Folge brachten den TSV Zizishausen unter Zugzwang und auf Tuchfühlung zu den Abstiegsrängen. Die Zizishausener treten mit der Empfehlung eines (früheren) 32:28-Sieges gegen den Ligaprimus TSV Owen an. Der TSVW ist also gewarnt. Bis auf Patrick Seyferle, wegen wiederkehrender Schmerzen an den Bändern im Fuß unter der Woche nicht im Training, und Martin Porstner (ähnliche Verletzung) kann Trainer Markus Beichter aus dem Vollen schöpfen. jb/döl/pa

TSV Owen: Brodbeck, Carrle – Gehrke, Wager, Dunkel, Kirchner, Lehmann, Martin?, Weiss, Meissner, Schmidt, S. Klett, B. Klett, Hanssen, Sigel (?)

SG Lenningen: S. Lamparter, Born – Austen, Braunwarth, Haid, Kazmaier, J. Lamparter, Renz, Ringelspacher, Schur, C. Wald, M. Wald.

TSV Weilheim: Rehkugler – Sigel, Bachofer, Haase, Mauch, Zettl, Bächle, Planitz, Klöhn, Schorr, Seyferle (?), Schill, Auweter.