Lokalsport

Böbel erntet gerechten Lohn

Drittbester Boulderspezialist im Ländle, Elfter bei den deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Heilbronn: Florian Böbel hat in der Sportkletterszene einen soliden Standplatz gefunden. Am Ende seiner ersten Saison bei den Aktiven eine Bilanz, die stimmt.

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Bernd Köble

Kirchheim. Viel Zeit war nicht, um dem Debüt mit Nervosität zu begegnen. Die überraschende Nachricht erreichte ihn Samstagfrüh per Telefon. Wenige Stunden später stand Florian Böbel in der Kletterarena in Heilbronn und prüfte die Riemen seines Sicherungsgurtes auf perfekten Sitz. Der 20-jährige Kirchheimer war aufgrund seiner guten Ergebnisse im Deutschland-Cup als Nachrücker in den Kreis der zwölf besten Sportkletterer berufen worden – ausgerechnet für den erkrankten Allgäuer Christian Bindhammer, der als Favorit und Titelverteidiger am Samstag passen musste.

Dass es für den jungen Kirchheimer, der wie viele andere an der Schlüsselstelle der schweren Quali-Route scheiterte, nur zu Platz elf reichte, trübte die Stimmung an diesem Tag nicht. Am Ende fehlte ­Böbel nur wenig zum Einzug ins Finale, in das aufgrund des dicht gedrängten Klassements diesmal zehn statt acht Konkurrenten vorstießen. „Ich bin super zufrieden. Sehr viel mehr kann man im ersten Jahr nicht erreichen“, meinte der 20-Jährige, der danach in aller Ruhe den spannenden Kampf um den Titel verfolgen konnte. Den schnappte sich der Jüngste im Feld mit einem Überraschungscoup: Der erst 16-jährige Jan Hojer aus Frankfurt düpierte die gesamte Konkurrenz, obwohl er als Achter der Qualifikation zuvor nur knapp den Sprung ins Finale geschafft hatte.

Ein gutes Pflaster war Heilbronn auch für den Lenninger Fabian ­Bosler: Der 17-jährige Schüler und Trainingspartner von Florian Böbel belegte bei den Nachwuchstitelkämpfen am Sonntag Platz fünf im Finale der Jugend A.