Lokalsport

Boller machen kurzen Prozess

SGEH verliert Pokalviertelfinale mit 1:5

Der TSV schwimmt weiter auf der Erfolgswelle: Gestern abend besiegte der Bezirksligaprimus im Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals die SGEH mit 5:1.

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Erkenbrechtsweiler. „Ich kann meiner Mannschaft noch nicht einmal einen Vorwurf machen“, meinte SGEH-Spielertrainer Antonio Portale nach der 1:5-Schlappe. Dabei fehlte der SGEH in der entscheidenden Phase einfach das nötige Glück. In der ersten Viertelstunde verpassten es die Hausherren, selbst in Führung zu gehen. Nach einem starken Beginn hatten Danell Stumpe (7.) und Marco Parrotta (10.) die Chance zur möglichen SGEH-Führung .

„Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt“, sah Bolls Trainer Manfred Weisl einen Grund des Erfolgs. Mit der ersten Möglichkeit durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mustafa Ünal kamen die Gäste zur 1:0-Führung (14.). Es kam noch besser: Nach einem Freistoß von Timo Giss konnte SGEH-Keeper Jürgen Rechner das Leder nicht festhalten und Mesut Becer hatte keine Mühe, den Ball zum 2:0 über die Linie zu drücken (26.). „Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel für uns so gut wie gelaufen“, sah Portale keine großen Chancen mehr für sein Team. Wer weiß allerdings, wie die Partie gelaufen wäre, wenn Danell Stumpe kurz vor der Pause völlig freistehend vor dem Tor getroffen hätte.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die SGEH, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Aber die Angriffsbemühungen blieben erfolglos. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte Sven Musiol, dessen Kopfballversuch jedoch weit über die Querlatte (58.) ging. Die Gäste beschränkten sich jetzt nur noch auf das Notwendigste und sorgten mit einer gut vorgetragenen Kombination, abgeschlossen mit dem 3:0 durch den eingewechselten Arnold Rausch, für die Vorentscheidung (63.). Nur sechs Minuten später erzielte mit Marco Caredda wiederum ein Einwechselspieler das 4:0 (69.). Erstaunlicherweise gaben die Gastgeber immer noch nicht auf und verkürzten durch einen sehenswerten Kopfball von Marc Weger auf 1:4 (77.). Den Schlusspunkt in einem unterhaltsamen Viertelfinalspiel setzte Mesut Becer mit dem Treffer zum 5:1-Endstand (79.).

Nun wünscht sich Bolls Abteilungsleiter Adolf Schöllkopf fürs Halbfinale endlich ein Heimspiel: „Wir haben seit zehn Jahren im Bezirkspokal nicht mehr zu Hause gespielt“, so der Funktionär. kdl