Lokalsport

Brasilien-Heimkehrer als Matchwinner

Schwerer als erwartet hat sich der VfL Kirchheim zum Saisonauftakt in der Tischtennis-Verbandsklasse gegen die SG Schorndorf getan. Beim 9:7-Erfolg überzeugten lediglich die Doppel sowie das hintere Paarkreuz. Brasilien-Heimkehrer Michael Kleefeldt trug vier Punkte zum Zittersieg bei.

KIRCHHEIM Nach dem dreitägigen Trainingslager in der Nähe von Kitzbühel kurz vor Rundenbeginn wähnten sich die VfL-Verantwortlichen auf der sicheren Seite, was die Form der Akteure anging aber Training und Wettkampf sind bekanntermaßen zwei Paar Stiefel. Als Favorit vor heimischem Publikum wollte der Motor gegen den Abstiegskandidaten aus dem Remstal erst gegen Ende anspringen. "Im Endeffekt zählen die zwei Punkte. Spielerisch und taktisch hapert's zum Teil aber noch gewaltig", so die Kirchheimer Nummer eins, Klaus Hummel, der damit auch seine Niederlage im Spitzeneinzel gegen den Ungarn Bayer einschloss.

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Die Auftaktdoppel verliefen nach Plan. Michael Kleefeldt, der erst am vergangenen Mittwoch aus seiner Heimat Brasilien einflog und bis Weihnachten in Deutschland verweilt, agierte neben Hummel souverän gegen Katterfeld/Weller. Schorradt/Thalheim hatten gegen das SG-Spitzendoppel Bayer/Aytan nur wenig auszurichten, Hohl/Rohr spielten nach schwachem Start eine sichere 2:1-Führung heraus. Nachdem Hummel gegen den Schorndorfer Neuzugang Katterfeld nach solider Leistung in vier Sätzen siegte, gab Axel Schorradt sein Debüt am vorderen Paarkreuz. Nach etwas hektischem Auftakt stand es gegen Bayer, der vorige Saison zu den besten Spielern der Liga zählte, schnell 0:2 nach Sätzen. Mit großem Kampfgeist und verbessertem Spiel schaffte Schorradt den Ausgleich, musste sich aber im Entscheidungssatz in der Verlängerung geschlagen geben.

Michael Hohl musste gegen Bihr seiner zu hohen Fehlerquote Tribut zollen und Andreas Rohr agierte mit zu viel Tempo in seinem Spiel, welches Gegner Aytan besser nutzen konnte. Nach gutem Spiel sorgte Kai Thalheim für den Ausgleich, während Michael Kleefeldt, der Urlauber Tobias Braun ersetzte, Weller keine Chance ließ.

Mit drei Niederlagen in Folge kippte nun das Spiel. Nach Hummels schwacher Leistung gegen Bayer und Schorradts zweiter Fünf-Satz-Niederlage musste auch Hohl bei seinem zweiten Match klein beigeben. Ihm fehlen nach Umzugs- und Diplomprüfungsstress noch ein paar Trainingseinheiten. Mit dem Rücken zur Wand beim Zwischenstand von 5:7 besannen sich die Teckstädter und schafften wiederum die Wende. Nach Rohrs klarem 3:0 gegen Bihr zitterte Thalheim seinen doppelten Punktgewinn im Entscheidungssatz nach Hause. Zum Spieler des Tages avisierte dann Michael Kleefeldt, der zuerst Hagedorn keine Chance ließ, um anschließend im Abschlussdoppel seinen vierten Punktgewinn (bei 12:0 Sätzen) einzufahren.

"Wir sind noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. In zwei Wochen gegen Aufsteiger Donzdorf müssen wir allerdings mehr zeigen", resümierte Mannschaftskapitän Hohl die Begegnung.

kh