Lokalsport

Brooks’ goldener Treffer

0,4 Sekunden vor Schluss gelingt dem VfL-Basketballer beim 97:95 der entscheidende Punkt

In einem echten Basketball-Krimi gewannen die Kirchheim Knights am Sonntagabend beim USC Heidelberg nach Verlängerung mit 97:95 (82:82) und kehrten damit nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück. Während Gordon Scott mit 27 Punkten zum Topscorer avancierte, war es letztlich Cedric Brooks überlassen, mit seinem Treffer 0,4 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung zu sorgen.

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Timo Probst

Heidelberg. Die Kirchheimer erwischten gegen den USC, der ohne Oliver Komarek in die Partie ging, einen Start nach Maß. In der Offensive fand man durch Distanztreffer von Gordon Scott und Radi Tomasevic schnell ins Spiel, und so sorgte Cedric Brooks nach drei Minuten für eine 11:4-Führung der Gäste. Anschließend geriet der VfL-Angriffsmotor jedoch ins Stocken, während sich in der Verteidigung zunehmend Fehler einschlichen, sodass Heidelberg durch einen 7:0-Lauf schnell auf 14:13 verkürzte. Ryan De Michael und Gordon Scott war es zu verdanken, dass diese Führung auch nach den ersten zehn Minuten noch Bestand hatte . So ging es mit einem 23:22-Vorsprung in den zweiten Abschnitt.

Diesen eröffnete Heidelberg mit einem weiteren 6:0-Run, und nach einem technischen Foul gegen Headcoach Frenkie Ignjatovic war Heidelberg bis auf 38:33 davongezogen. Eric Vierneisel baute den Vorsprung der Hausherren weiter aus (43:36), ehe Chris Gilliam für die Knights verkürzen konnte und es beim Stand von 53:48 in die Pause ging.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren es erneut die Knights, die besser in die Partie kamen. Mit sieben Zählern in Serie eroberte sich Kirchheim die Führung zurück und baute den Zwischenspurt anschließend auf 11:2 aus, um den Vorsprung auf 65:61 zu vergrößern. Erneut waren es die beiden Routiniers Gordon Scott und Ryan De Michael, die sich in dieser Phase in hervorragender Verfassung präsentierten, während man sich vor allem in der Defensive gehörig gesteigert hatte, sodass es letztlich mit einer knappen 67:66-Führung ins Schlussviertel ging.

Hier lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, ehe Cedric Brooks und Ryan De Michael für einen 9:0-Lauf der Gäste sorgten, um Kirchheim drei Minuten vor dem Ende mit 82:76 in Front zu bringen. In der Schlussphase gelang den Knights dann jedoch überhaupt nichts mehr, und so war Jibril Hodges 23 Sekunden vor Schluss für den Ausgleich verantwortlich. Kirchheim hatte noch eine letzte Chance auf den Sieg, der Wurfversuch von Nils Menck blieb allerdings erfolglos, sodass man beim Stand von 82:82 in die Verlängerung startete.

Diese eröffnete Brooks per Dreier, ehe Scott mit zwei erfolgreichen Freiwürfen nachlegte, um die Ritter schnell mit fünf Zählern in Front zu bringen. Hodges antwortete mit einem Treffer aus der Distanz, doch Kirchheim blieb am Drücker und setzte sich durch Punkte von Tomasevic und erneut Brooks auf 91:85 ab. Doch auch dieses Mal kämpften sich die Heidelberger zurück in die Partie, und Sebastian Adeberg verkürzte bei noch 23 Sekunden verbleibender Spielzeit auf 94:93. Daraufhin wurde Radi Tomasevic an die Linie geschickt, um einen der beiden Versuche zu verwandeln, ehe Adeberg mit zwei Freiwürfen für den Ausgleich verantwortlich war.

Acht Sekunden blieben den Kirchheimern jetzt noch, und dieses Mal nutzten die Ritter ihre Chance. Cedric Brooks sorgte 0,4 Sekunden vor dem Ende für den viel umjubelten Siegtreffer, der die Knights nach dem 23. Spieltag auf dem vierten Tabellenplatz stehen lässt.

USC Heidelberg: Hodges (24), Adeberg (22, 6 Rebounds), Burleson (12, 7 Assists), Hirschberg (11, 6 Rebounds), Williams (9, 10 Rebounds), Vierneisel (7), Barthel (5, 5 Rebounds), Dietz (5, 6 Assists), Hug (n.e.), Laschewski (n.e.), Debus (n.e.)

VfL Kirchheim Knights: Scott (27), Brooks (25), De Michael (12, 5 Rebounds, 4 Blocks), Menck (10), Tomasevic (9, 5 Rebounds), Gilliam (7), Lischka (6), Michalczyk (2)

Viertel: 23:22, 25:31, 19:13, 15:16 15:13