Lokalsport

Catanesi vor einem heißen Spätherbst

Das Kirchheimer Fernduell zwischen dem VfL II und dem AC Catania spitzt sich vier Wochen vor dem direkten Vergleich an der Jesinger Allee zu. Kirchheims Oberligareserve – als einziges Team noch ohne Niederlage – muss am Sonntag beim Bezirksligaabsteiger VfB Neuffen antreten. Der AC Catania ist gegen Aufsteiger TSV Beuren ebenso in der Favoritenrolle.

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Klaus Schorr

Kirchheim. Frickenhausens Verbandsligareserve als Tabellendritter steht mit dem wiedererstarkten TB Neckarhausen am Sonntag vor keiner leichten Hausaufgabe. Dem viertplatzierten TSV Notzingen steht das schwere Derby im Ötlinger Rübholz bevor, während die SF Dettingen als Tabellenfünfter ihre Visitenkarte bei Aufsteiger und B 4-Meister Neckartailfingen II im Aileswasen abgeben.

Spitzenreiter VfL Kirchheim II pflügt sich derzeit unaufhaltsam durch die A 2. Bis auf das Remis gegen Oberboihingen vor knapp fünf Wochen gab es klare Siege für die Kirchheimer. Da scheint der krisengeschüttelte Bezirksligaabsteiger aus Neuffen gerade recht zu kommen. VfL-Sprecher Walter Rau warnt trotzdem vor allzu großer Sorglosigkeit: „Oft sind eben die angeschlagenen Gegner die gefährlichsten.“ Der VfL kann wieder mit dem oberligaerfahrenen Matthias Koch als Mittelfeldmotor in Bestbesetzung antreten. Der Gegner aus Neuffen steht als Drittletzter nach dem ersten Saisondrittel bereits mit dem Rücken zur Wand. Beim VfB gibt man sich vor dem Match gegen den Tabellenführer denn auch keinen Illusionen hin. „Die Ausfälle unserer Leistungsträger können wir momentan einfach nicht kompensieren. Alles andere als eine Niederlage wäre schon eine kleine Sensation“, meint Neuffens Ralf Nuffer.

Beim AC Catania Kirchheim läuft dieser Tage hingegen alles rund. Vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger TSV Beuren meint ACC-Spielertrainer Cesare d´Agostino: „Wir wollen dieses Selbstvertrauen weitertragen. Der November mit seinen vielen Spitzenspielen wird für uns so richtig heiß.“ Bange muss den Kirchheimern mit einer Abwehr, die derzeit das Prunkstück ist, auch nicht sein. Dazu kommen mit Michele Latte und Daniele Attore zwei Toptorjäger. „Unterschätzen werden wir den B 5-Vizemeister aber keineswegs“, fügt der Trainer hinzu. Die Beurener stehen mit 15 Punkten und Platz sieben derzeit deutlich im Soll. „Wir können dort als Underdog befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren. Die Punkte für den Klassenerhalt müssen wir woanders holen“, meint TSV-Abteilungsleiter Frank Adolf, dessen Mannschaft auf Dominik Renner und eventuell auch auf den angeschlagenen Torjäger Gökhan Demir verzichten muss.

Beim Bezirksligaabsteiger TSV Notzingen ist man mit Platz vier derzeit ganz zufrieden. „Wir haben sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen geholt und nur einen Gegentreffer kassiert. Wir wollen mindestens einen Punkt am Sonntag“, betont Spielertrainer Vilson Bibaj, der sich wundert, dass der Gegner bei den derzeitigen Temperaturen auf den Aschenplatz ausweicht. Ötlingens Trainer Dirk Heinemann, der am Sonntag wieder auf Jan Müller bauen kann, hat derweil ganz andere Sorgen: „Wir sind momentan wie eine Wundertüte. Erst solch´ gute Spiele wie gegen den VfL und Neckarhausen, dann letzten Sonntag der Einbruch in Raidwangen“, kommt Heinemann ins Grübeln. „Ich werde meine Jungs im Training genau beobachten, wir müssen uns deutlich steigern.“ Ob Schlusslicht Jesingen II (zu Gast beim TSV Oberboihingen) und der Vorletzte aus Ohmden in Altdorf etwas Zählbares holen können, darf bezweifelt werden. Alarm auch unterm Reußenstein: Will Neidlingen nicht in den Tabellenkeller rutschen, muss der TV gegen Bezirksligaabsteiger TSV Raidwangen unbedingt punkten.