Lokalsport

Catania komfortabel

Fußball-Bezirksliga: Der Auftakt-Coup weckt Hoffnung auf den zweiten Saisonsieg

War die 3:4-Pleite gegen den AC Catania am vergangenen Sonntag nur ein Ausrutscher? Am zweiten Spieltag der Fußball-Bezirksliga steht die hochgelobte VfL-„Zweite“ bei Landesliga-Absteiger TSV RSK Esslingen schon unter Zugzwang.

VfL Kirchheim II - AC Catania.
VfL Kirchheim II - AC Catania.

Kirchheim. Er sollte eigentlich die VfL-Bezirksligamannschaft in dieser Saison zum Titel schießen, nun ist auch er endgültig weg: Torjäger Antonio Tunjic hat der Jesinger Allee den Rücken gekehrt und sich wie berichtet dem Landesligisten FC Frickenhausen angeschlossen. Klaus Uhl, sportlicher Leiter des FCF, ist glücklich über den Deal. „Wir haben dringend einen Stürmer gesucht, weil wir einige Langzeitverletzte haben“, betont der Clubfunktionär, „das passt optimal.“ Beim VfL füllt mit Maximilian Laible möglicherweise ein anderer Ex-Oberligatorjäger die Lücke. Laib­le gehört jedenfalls zu den wenigen VfL-Akteuren, die nach dem Rückzug aus der Oberliga noch nicht die Flucht aus Kirchheim ergriffen haben. Stefan Haußmann, Trainer des VfL II, wäre über einen solch hochkarätigen Zuwachs mehr als erfreut.

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Zunächst hat der Coach andere Sorgen. Das 3:4 gegen den Nachbarn AC Catania hat deutlich gemacht, dass die Runde alles andere als einfach wird – zumal keine Anleihen aus der „Ersten“ mehr möglich sind. Gegner TSV RSK ist ebenfalls nicht optimal in die Runde gestartet. Beim Neuling FC Rechberghausen reichte es am vergangenen Sonntag lediglich zu einem 2:2. In der Kreisstadt haben Kicker und Funktionäre immer noch am Abstieg zu knabbern. Dass jener nach Elfmeterschießen im „Relegationsfinale“ gegen den TSV Köngen am 19. Juni in Nellingen bitter war, bedarf keiner weiteren Erklärung. Der VfL Kirchheim II steht in der Rüderner Heide vor einer schwierigen Mission.

In einer komfortablen Situation ist dagegen Catania-Trainer Cesare D’Agostino. Mit den drei Punkten gegen den VfL hatte der Italiener nicht unbedingt kalkuliert. „Nur nicht leichtsinnig werden“ lautet nun die klare Ansage D’Agostinos an sein Team vor der offiziellen Heimpremiere gegen den FTSV Kuchen. „Die meisten Urlauber sind zurück, jetzt geht die Saison für uns richtig los“, freut sich der ACC-Trainer. Über den Gegner im Kunstrasenmatch lässt sich noch herzlich wenig in punkto Form sagen: Das 0:0 des FTSV zum Auftakt gegen den VfB Oberesslingen/Zell war von viel Mittelfeldgeplänkeln geprägt. Unterm Strich war es nach Meinung neutraler Beobachter eine gerechte Punkteteilung und für die junge Kuchener Mannschaft ein ordentlicher Start in die Saison. Nach dem Sieg gegen den VfL nun auch ein solcher über Kuchen – das wäre ganz nach dem Geschmack D’Agostinos.

Kaum haben die Dettinger das lang ersehnte erste Bezirksligaspiel mit einem 2:2 gegen den TV Unterboihingen mit einem 2:2 absolviert, dürfen sie bereits länger regenerieren: Die SFD sind spielfrei. In Kirchheims Nachbarstadt Wendlingen grassiert derweil das erste Mal seit vielen Jahren wieder ein Hauch von Fußballfieber. Das erste Heimspiel nach dem Wiederaufstieg steht an. Der TSVW bekommt es übermorgen mit dem TSV Berkheim zu tun. Besondere Hoffnung ruht naturgemäß auf Goalgetter Thorsten Köstle. Er ermöglichte den Wendlingern nicht nur mit seinen drei Toren beim 3:1 in der Aufstiegsrelegation gegen den TSV Grötzingen den Sprung in die Bezirkliga, sondern traf beim Rundenauftakt in Neckartailfingen bereits wieder. 1:1 hieß es verdientermaßen am vergangenen Sonntag nach dem Duell beim TSVN. Kein schlechter Einstand für den TSV Wendlingen.

Lokalrivale TV Unterboihingen spielt am Sonntag zeitgleich nur ein paar Straßen weiter gegen den TSV Neckartailfingen – also just gegen jenen Gegner, dem der TSVW ein Remis abgetrotzt hatte. Der FV Neuhausen, erster Spitzenreiter der neuen Saison, will Platz eins mit einem Sieg beim GSV Dürnau verteidigen. Weitere Bezirksligaduelle am Sonntag: Der FV 09 Nürtingen empfängt den VfB Reichenbach, während der schwach gestartete Geheimfavorit FC Heiningen gegen den FC Rechberghausen ran muss.