Lokalsport

Champions League bringt TTC ins Rampenlicht

Akkreditierungsanfragen von Journalisten aus dem Ausland, Live-Übertragungen der Spiele im Internet: Der TTC Frickenhausen erfreut sich durch seine erstmalige Champions-League-Teilnahme in diesen Tagen großer Publicity. Am heutigen Freitag empfängt das Qiu-Team den schwedischen Meister Eslövs AI Table Tennis Club in der Sporthalle auf dem Berg (ab 19.30 Uhr).

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN "Es ist schon ein Unterschied, ob ein Club im ETTU-Cup oder in der Champions League spielt", sagt Frickenhausens Manager Christoph Reuhl und bezieht sich dabei auf Anfragen von Journalisten aus dem Ausland, die beim heutigen Champions-League-Spiel des TTC gegen den schwedischen Meister Eslövs AI TTC dabei sein wollen. "Da trifft sich Europas Spitze, dementsprechend ist das mediale Interesse größer." Insgesamt werde im Ausland sehr viel mehr Tischtennis im TV gezeigt, fügt der 38-Jährige an, und wundert sich darüber, dass die deutschen Sender immer noch nicht nachziehen. Reuhls Appell an die TV-Verantwortlichen: "Deutschland hat schon zwei Mal den Champions-League-Sieger gestellt, außerdem gilt die Bundesliga als eine der stärksten Ligen der Welt. Ein Umdenken der Verantwortlichen wäre wünschenswert." Alles eine Geldfrage.

Nachdem drei der vier TTC-Akteure (Steger, Tokic und Baum) zuletzt international im Einsatz waren (China Grand Prix, Japan Open), konnte beim TTC in den letzten beiden Wochen kein normales Mannschaftstraining durchgeführt werden. Dennoch ist Coach Qiu überzeugt, dass die Schweden zu schlagen sind. "Wir sind der Favorit. Wir müssen gegen Eslövs gewinnen, wenn wir weiterkommen wollen." Die größte Gefahr sieht er in deren Nummer 1, dem Chinesen Zhao Peng, der vor zwei Jahren noch in Gönnern spielte. Auch Svensson und der Isländer Stephensen sind nicht zu unterschätzen, weil sie in ihrer Rolle der Underdogs nicht viel zu verlieren haben. Der Champions-League-Auftakt von Eslövs AI Table Tennis Club gegen den SVS Niederösterreich ging jedoch mächtig daneben.

Vor heimischer Kulisse verloren die Schweden 0:3, verbuchten nur zwei Sätze. Die Frickenhausener lässt's hoffen.

Eine weit größere Herausforderung erwartet den TTC im auswärtigen Bundesliga-Duell am Sonntagnachmittag (ab 15 Uhr). Der wieder erstarkte fränkische Spitzen-Club Müller Würzburger Hofbräu dürfte in dieser Saison der erste richtig ernsthafte Gegner werden. Nach einem schlechten Start gegen Düsseldorf (1:6) und Grenzau (4:6) zeigten die Franken gegen Ochsenhausen, dass die Anfangsschwierigkeiten überwunden sind. Mit ihrem 6:3-Sieg entführten sie zwei wichtige Punkte aus Oberschwaben. Besonders die Doppel der Würzburger sind brandgefährlich. Das Gespann Leung/Tan ist noch ungeschlagen und auch Keinath/Serada mussten erst ein Spiel abgeben: Kein leichtes Gastspiel für den TTC.

Für Manager Reuhl haben statistische Kennzahlen derweil keinerlei Bedeutung: "Würzburg wird hoch gehandelt. Dennoch brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir haben noch nicht in Topform gespielt und genug Potenzial, um uns zu steigern."