Lokalsport

Chittaro ereilt erneutdas Sturzpech

Wie in Stuttgart zuvor präsentierte sich der nun 20-jährige Manuel Chittaro auch in Chemnitz wieder in hervorragender Form.

CHEMNITZ Schon am ersten Renntag reichte es ihm beim Internationalen Einsiedler-Supercross zum dritten Podiumsplatz. Am Sonnabend wurde Chittaro Zweiter seiner Klasse und schaffte damit den Sprung ins Superfinale. Beim Vergleich der Besten aller Klassen hatte der Yamaha-Pilot jedoch Pech und landete auf Platz elf.

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Nach der Triumphfahrt des Schlierbacher Motocross-Asses bei seinem "Heimspiel" beim Supercross in Stuttgart stand für Chittaro in Chemnitz die nächste Herausforderung an. Zum zweiten Mal fand in Chemnitz eine Supercross-Veranstaltung statt und Manuel Chittaro hatte sich nach seinen vier Laufsiegen der Vorwoche viel vorgenommen. "Podiumsplätze sollten schon drin sein", gab sich der Yamaha-Pilot schon vor den Start optimistisch. Nicht zu Unrecht, denn schon im Zeittraining lief es gut für Chittaro. Als dann jedoch das Startgitter zum ersten Rennen des Abends fiel, hatte Chittaro einen ganz schlechten Start erwischt, kam in Kurve eins mitten ins Gedränge und musste erst einmal zu Boden. Von letzter Position aus nahm der Schlierbacher das Rennen wieder auf und pflügte förmlich durchs Feld.

Nach zehn Runden auf dem engen Kurs, der kaum Möglichkeiten zum Überholen bot, wurde Chittaro noch Dritter. Im zweiten Rennen sollte es besser laufen, und tatsächlich kam Chittaro diesmal besser vom Start weg, fuhr als Vierter in die erste Kurve und war schon nach einer Runde Dritter. Vom Tempo her war Chittaro schnellster Fahrer des Feldes, allerdings kostete ein weiterer Bodenkontakt wieder den möglichen Sieg, "als ich wieder auf dem Weg nach vorn war, wurde das Rennen wegen eines weiteren Sturzes abgebrochen." Am Ende stand zum zweiten Mal Platz drei zu Buche, was auch in der Tageswertung Platz drei brachte.

"Für das Superfinale qualifizieren sich nur die zwei besten Fahrer der 125er-Klasse", ärgerte sich der Schlierbacher noch nachträglich über das vorzeitige Rennende. Doch am Sonnabend, so hoffte der Chittaro, der an diesem Tag seinen 20. Geburstag feiern konnte, sollte es besser laufen. Im Qualifikations-Training brannte Chittaro dann auch gleich die absolut schnellste Zeit seiner Klasse auf die Strecke. Doch auch in den Samstagsrennen hatte er wieder mit den Starts zu kämpfen. Im ersten Umlauf wurde Chittaro einmal mehr in einen Startcrash verwickelt und nahm als Neunter wieder das Rennen von hinten auf. Einmal mehr zeigte er großen Kampf und wurde als Dritter abgewunken.

Im zweiten Rennen hatte der Schlierbacher einen fehlerfreien Lauf, wurde Zweiter. Das reichte in der Gesamtwertung für Platz zwei und zur Teilnahme am Superfinale. Dort holte Chittaro einmal mehr das Sturzpech ein, er wurde am Ende Elfter. Bester Fahrer in Chemnitz war der US-Amerikaner Jason Thomas. Für Chittaro beginnen nun die ersten Vorbereitungen für die kommende Outdoor-Saison, die im Februar 2005 in Italien startet. Vorher stehen noch Supercross-Rennen in München, Dortmund und Dänemark an.

lk