Lokalsport

Chittaro Vierter beim Saisonfinale

Gelungener Einstand im neuen Team für Manuel Chittaro. Beim Supercross-Finale in der Dortmunder Westfalenhalle belegte der 22-jährige Kawasaki-Pilot aus Zell dank starker Leistungen nach drei Renntagen Rang vier im Gesamtklassement.

LARS KOCH

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DORTMUND Die Drei-Tages-Veranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle ist deutschlandweit eine der höchst dotierten auf den Sieger der SX1-Klasse wartet immerhin der Titel "König von Dortmund" und ein neues Auto. In der "kleinen" Klasse geht es um den Titel "Prinz von Dortmund" und ein fünfstelliges Preisgeld. Darüber hinaus geht in Dortmund das stäkste Starterfeld der gesamten deutschen Supercross-Saison an den Start. Viele der Piloten, wie Titelverteidiger Julian Vanni, waren aus Frankreich angereist, aber auch aus Australien, Dänemark, Canada, Belgien, Italien, Schweden, Irland und natürlich aus den USA waren die Starter nach Dortmund gekommen.

Mittendrin auch der Zeller Manuel Chittaro, der seit Anfang des Jahres für den schwäbischen Rennstall Winkle-Kawasaki fährt. Chittaro startete in der stark besetzten SX2-Klasse, der Klasse für 125er-Zweitakt-Maschinen und 250er-Viertakt-Motorräder. In der waren mit dem US-Boy Ricky Renner und dem französischen Europameister Jeremy Tarroux gleich zwei der absoluten Spitzenpiloten am Start. Und der Kawasaki-Pilot machte schon in den Trainingsrunden klar, dass er auf jeden Fall um Top-Platzierungen mitfahren wollte. Schon im ersten Rennen legte Chittaro richtig los, lag zwischenzeitlich auf dem dritten Platz, wurde dann aber ausgerechnet von einem Landsmann unsanft vom Motorrad geholt und musste aufgeben.

Dafür drehte der 22-Jährige im zweiten Rennen noch einmal mächtig am Gas und fuhr einen starken dritten Platz ein. "Die Chancen aufs Gesamtklassement sind mit dem Ausfall aber leider schon ganz schön geschrumpft", so Chittaro nach dem ersten von drei Renntagen.

Im ersten Rennen des zweiten Tages hatte Chittaro einen richtig guten Start erwischt und sah als Dritter die schwarz-weiß-karrierte Flagge, im zweiten Rennen des Tages lief es sogar noch besser. Chittaro war wieder gut vom Start weggekommen und bot den favorisierten Franzosen ordentlich Paroli. Am Ende stand ein überragender zweiter Platz zu Buche, der auch in der Tageswertung Platz zwei hinter dem schnellen Franzosen Fabien Izoird und vor dem Euopameister Jeremy Tarroux bedeutete.

Dämpfer gab Geist aufPech hatte Chittaro dann am letzten Renntag, als er zwar im zweiten Rennen des Tages erneut den dritten Rang einfuhr, im ersten Rennen des Tages allerdings ohne Punkte geblieben war. "Mein Dämpfer hatte seinen Dienst versagt, weshalb ich leider aufgeben musste." Das Bittere: Zu diesem Zeitpunkt hatte Chittaro nur zwei Punkte Rückstand auf Platz drei des Gesamtklassements. "Am Ende bin ich Gesamtvierter geworden und habe das Podium nur knapp verpasst. Zufrieden bin ich trotzdem und beim neuen Team ist das natürlich ein guter Einstieg."

Für den in Kirchheim geborenen Motocrosser fängt bereits jetzt die Vorbereitung auf die Freiluftsaison an. In den nächsten Wochen wird viel trainiert und getestet. Starten will Chittaro in diesem Jahr in der MX Masters-Serie, in der DM-Open und in der deutschen Meisterschaft der Klasse 125-Kubik. Erstes Rennen ist voraussichtlich schon am zweiten Februar-Wochenende beim Starcross in Mantowa (Italien). "Allerdings machen wir den Start davon abhängig, wie fit ich bis dahin bin."