Lokalsport

Cserny macht weiter

Staffeltag der Kreisliga A2 im TG-Heim

Stefan Cserny bleibt Staffelleiter der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2. Er wurde beim Staffeltag am Freitagabend im Vereinsheim der TG Kirchheim für ein weiteres Jahr einstimmig wieder gewählt.

KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Mit dem TSV Jesingen II, dem VfL Kirchheim II, dem TV Unterboihingen und dem FV 09 Nürtingen II konnte Cserny am Freitag die Vertreter von vier Aufsteigern begrüßen. Trotz insgesamt 16 Spielausfällen konnte die vergangene Saison termingerecht und ohne einen Spielabbruch abgeschlossen werden. Den drei Vereinen TSV Oberlenningen, AC Catania Kirchheim und dem FC Unter­ensingen legte der Staffelleiter besonders ans Herz, in der nächsten Saison die Anzahl der roten Karten zu reduzieren. Mit dem TSV Weilheim, dem TV Neidlingen und dem TB Neckarhausen blieben nur insgesamt drei Vereine straffrei. Durch den Rückzug des Bezirksligisten FC Nürtingen 73 gab es in der abgelaufenen Saison mit dem TSV Notzingen II und dem TSV Altdorf nur zwei Direktabsteiger.

Keine nennenswerten Straffälle hatte Siegfried Bippus vom Sportgericht Neckar-Fils zu verzeichnen. Bis auf einen Einspruch bei der Begegnung zwischen dem TSV Grafenberg und dem 1. FC Frickenhausen II wegen angeblicher Spielmanipulation, die sich allerdings als unbegründet erwies. Nicht ganz zufrieden äußerte sich Bezirksschiedsrichterobmann Klaus Bühler. Die Personalnot in der Schiedsrichtergruppe Nürtingen macht Bühler Sorgen. Zwar konnte durch zwei gut besuchte Lehrgänge die 158 Mann starke Gruppe um 32 Neulinge verstärkt werden, wenn man jedoch bedenke, dass insgesamt 63 Leute ausgebildet wurden, sei das Gesamtergebnis unbefriedigend.

Ein Grund für das schwindende Interesse ist nach wie vor unsportliches Verhalten auf und neben dem Platz, wie zwei Beispiele zeigen: Bei einem B-Junioren-Freundschaftsspiel wurde dem Schiedsrichter bereits vor Beginn der Paarung in der Kabine in die Sporttasche gepinkelt. In einem anderen Fall wurde ein Unparteiischer und dessen Ehefrau bei einem Aktivenspiel auf übelste Weise beleidig. Für Klaus Bühler war es deshalb kein Wunder, dass etliche Kameraden die Pfeife abgaben. Für den Schiedsrichterobmann sind meist die Trainer die besten Schiedsrichter. Was die beiden Übungsleiter Marc Mayer und Rainer Ziegelin seit Jahren unter Beweis stellen. Als Schiedsrichter gilt im ersten Jahr, wer mindestens sechs Spiele pfeift und zwei Schulungen besucht hat.

Regeländerungen gibt es in diesem Jahr nicht, allerdings ändert sich die Spielordnung im Bereich der Freundschafts- und Turnierspiele. Bereits letztes Jahr durften mindestens sechs Spieler pro Mannschaft ausgewechselt werden. Wenn sich beide Vereine einig sind, konnten sogar mehr Spieler ausgetauscht werden. Neu ist nun, dass ein bereits ausgewechselter Spieler nocheinmal eingewechselt werden darf. Deshalb plädierte Klaus Bühler an das Fairplay der Mannschaften bei taktischen Auswechslungen, vor allem beim am 27. Juli beginnenden Teckbotenpokal-Turnier: „Ich werde meine Schiedsrichter beauftragen, pro Auswechslung mindestens eine halbe Minute nachspielen zu lassen“.

Die kommende Kreisliga-Saison beginnt am 24. August und endet am 7. Juni. Des Weiteren betonte der Staffelleiter, dass ab sofort der Mittwoch und Samstag nicht mehr als Spieltag akzeptiert werde. An Ostern und an Pfingsten werden ebenfalls keine Spiele ausgetragen. Die Relegationsspiele dauern vom 10. bis 21. Juni, wobei die Kreisliga A, Staffel 2, in der ersten Relegationsrunde spielfrei bleibt.

Im Spielbetrieb für die neue Saison gibt es vom WFV noch eine Änderung: In den WFV-Pokalspielen wird es bis zum Endspiel keine Verlängerung mehr geben. Nach 90 Minuten erfolgt sofort ein Elfmeterschießen. Ob dies auch für den Bezirkspokal zutrifft, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden. Der WFV ließ in dieser Entscheidung den einzelnen Bezirken freie Hand.

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