Lokalsport

Cup der guten Hoffnung

Mit 128 Mannschaften startet am Wochenende die erste Runde im Fußball-Bezirkspokal: Für viele Mannschaften, die im Liga-Alltag wohl nichts "reißen" können, wird der Pokal zum Cup der guten Hoffnung. Vor schwierigen Aufgaben stehen Bezirksligist TSV Notzingen (beim Ligakontrahenten FV 09 Nürtingen) und der TSV Weilheim, der den Bezirksoberhäusler TSV Raidwangen erwartet.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Nach dem Gewinn des Teckbotenpokals will der TSV Weilheim auch im Bezirkspokal für Furore sorgen. Allerdings: "Wir brauchen noch Zeit, bis wir hundertprozentig eingespielt sind" (TSVW-Spielertrainer Oliver Klingler). Für das anstehende Pokalduell gegen den Bezirksligisten TSV Raidwangen kann der Weilheimer Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Er blickt der Aufgabe locker entgegen, sagt: "Wir haben nichts zu verlieren."

Mit fast dem letzten Aufgebot muss der TSV Notzingen beim FV 09 Nürtingen antreten. "Es wird verdammt schwer, eine Runde weiter zu kommen", stellt Claus Maier, sonst eher ein Freund offensiver Worte, die Sachlage klar. Dem TSVN-Coach stehen voraussichtlich noch nicht einmal elf Spieler der ersten Mannschaft zur Verfügung: Etliche sind verletzt oder angeschlagen, einige im Urlaub. Deshalb wird es Spieleranleihen in der zweiten Mannschaft und bei den eigenen A-Junioren geben. Ein Ausscheiden wäre für Maier kein Beinbruch.

Ebenfalls nichts zu lachen hat zur Zeit Klaus Müller. Aufgrund zahlreicher Urlauber hat der Jesinger Trainer in der Vorbereitung im Durchschnitt lediglich 12 oder 13 Spieler im Training: zu wenig, um sich optimal auf die anstehende Bezirksligarunde vorzubereiten. Dennoch nimmt Müller das Pokalspiel beim Kreisliga A-Vertreter TSV Altdorf als Generalprobe. "Klar wollen wir gegen eine klassentiefere Mannschaft weiterkommen", sagt er und denkt weiter: "Für mich wird der Pokal erst ab dem Achtelfinale interessant."

Für die größte Überraschung beim diesjährigen Teckbotenpokalturnier sorgte der TSV Ötlingen: Bis ins Endspiel kämpften sich die erst unterschätzten und dann hochgelobten Rübholz-Fußballer vor. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft und denke, dass wir gegen den TSV Neckartenzlingen gute Chancen auf ein Weiterkommen haben", zeigt gibt Trainer Markus Lepadusch zuversichtlich. Er kann mit der stärksten Formation antreten.

Vor einer relativ leichten Aufgabe steht der TSG Zell beim B-Kreisligisten TV Bezgenriet. "Wir sind aber noch mitten in der Vorbereitung", warnt Trainer Holm Weber vor einem Lokalderby mit Imponderabilien. In der Partie zwischen dem TSV Notzingen II und Bezirksligaabsteiger SGEH gelten die Gäste als eindeutiger Favorit.

Die restlichen fünf Teck-Mannschaften aus der Kreisliga A SF Dettingen (TSV Neuenhaus), AC Catania Kirchheim (SV Reudern), TSV Oberlenningen (TSV Oberensingen), SV Nabern (SPV 05 Nürtingen) und TSV Holzmaden (SpVgg Schlaitdorf) haben es ausschließlich mit Teams aus der Kreisliga B zu tun und müssen demzufolge auswärts ran. Mal abwarten, wer von ihnen die eigene Favoritenrolle überschätzt und letztlich den Kürzeren ziehen wird. Vor schweren Aufgaben stehen die B-Ligisten TSV Schlierbach (gegen den 1. FC Frickenhausen II), TSV Jesingen II (TSV Grafenberg) und TSV Ötlingen II gegen den VfB Neuffen, der ab dieser Saison bekanntlich von Notzingens Ex-Trainer Stefan Haußmann trainiert wird.

In Kreisliga B-internen Vergleichen erwartet Owen-Bezwinger TV Bempflingen Neckartailfingen II, der TSV Ohmden ist zu Gast beim TSV Harthausen, der VfL Kirchheim II spielt beim FV 09 Nürtingen II, und der TV Unterlenningen will beim TV Tischardt in die zweite Bezirkspokalrunde einziehen.