Lokalsport

Dämpfer für den VfL

Handball-Landesliga: 24:35 in Rottweil

Handball-Landesligist VfL Kirchheim hat im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison eine deutliche Niederlage einstecken müssen. Das Team von Trainer Engelbert Eisenbeil unterlag am Samstagabend beim Landesliga-Aufsteiger HSG Rottweil mit 24:35 (7:14).

Vesaliuscup 2013 VFL Kirchheim (gelb) Trainer Engelbert Eisenbeil
Vesaliuscup 2013 VFL Kirchheim (gelb) Trainer Engelbert Eisenbeil

Rottweil. Zu Beginn des Spiels schien es, als könnte die Kirchheimer Mannschaft an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen. Nach dem Heimsieg gegen die HSG Fridingen/Mühlheim starteten die Teckstädter voller Selbstvertrauen und mit viel Schwung in die Begegnung. Doch die schnelle 2:0-Führung des VfL nach zwei Minuten sollte die letzte der gesamten Partie bleiben. Anstatt sich weiter auf die eigenen Stärken zu besinnen, ließen sich die Gäste von der Atmosphäre in der Halle und einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen anstecken und verloren die eigene Linie komplett.

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Abspielfehler prägten fortan das Angriffsspiel des VfL und auch freie Wurfgelegenheiten wurden meist leichtfertig vergeben. Die Gastgeber dagegen nutzten die Kirchheimer Offensivschwäche konsequent aus und konnten sich bereits nach 20 Minuten meist durch schnelle Tempogegenstöße bis auf fünf Tore absetzen (5:10). Einzig Torhüter Tim Oßwald hielt seine Mannschaft in dieser Phase mit zahlreichen Paraden im Spiel. Doch im Angriff fanden die Kirchheimer auch in der Folge nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus und so wuchs der Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 7:14 an.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den mitgereisten VfL-Anhängern ein unverändertes Bild. Die junge Kirchheimer Mannschaft agierte beim Torabschluss viel zu hektisch, und die Defensive bekam keinen Zugriff auf den Gegner. Vor allem HSG-Mittelmann Dennis Huber bereitete dem VfL häufig Probleme. So setzte sich die HSG Rottweil bis zum 13:25 ab (43.).

Eine Viertelstunde vor Ende der Partie reagierte VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil. Er stellte seine Abwehr auf eine offensivere Formation um, die die Gastgeber verstärkt zu Ballverlusten zwang. Die Teckstädter verkürzten dadurch nochmals auf 20:27 (53.). Doch erneute Zeitstrafen stoppten die Kirchheimer Aufholjagd und so verlor der VfL am Ende verdient mit 24:35.

Das Fazit aus Kirchheimer Sicht: Schnell abhaken und den Kampfgeist der letzten Viertelstunde im nächsten Spiel gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen über die kompletten 60 Minuten zeigen.ol

VfL Kirchheim: Oßwald, O. Latzel - S. Latzel (2), Smetak (7/5), Reinold (1), Lehmann (4), Mikolaj (6/1), Späth (2), Krempler, Schwarzbauer, Müller, Real (2), Rudolph