Lokalsport

Däne gewinnt den Großen Preis

Hunderte von Zuschauern verfolgten bei Kaiserwetter das Finale der großen Springtour auf dem Weilheimer Egelsberg. Im dritten S-Springen dieser Serie drückten die Reiter im Stechen nochmals kräftig aufs Tempo. Spannung bei der diesjährigen Großen Tour der Springwettbewerbe versprach das hochkarätig besetzte Starterfeld. Erfolgreichster Springreiter war der Däne Jesper Lund Kristensen auf Kasandro.

UTE MAIER

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WEILHEIM In der ersten Prüfung der Tour, einem Zeitspringen der Klasse S legte der Lokalmatador und für Weilheim startende Johannes Walliser, der amtierende baden-württembergische Vizemeister der Springjunioren, mit Aikido als zweiter Starter einen tollen Ritt hin bis auf den letzten Sprung. Eine Stange fiel und statt 59,29 Sekunden standen 64,29 zu Buche. Der international bekannte Olaf Peters startete mit dem Zuchthengst Dobels Araconit. Die beiden legten einen harmonischen, flüssigen Ritt hin und am Ende blieb die Zeit bei 61,03 Sekunden stehen. Johannes Walliser schob sich mit einer zweiten Energieleistung auf seinem Lassall M noch auf Platz drei. Zum Schluss wurde es nochmals richtig spannend: Thomas Volk schaffte es mit Leroy als siebtletzter Starter mit 61,73 Sekunden auf Platz zwei und der für Bodelshofen reitende Uwe Heinrichs zwängte sich mit Ramazotti und einer Zeit von 65,34 Sekunden zwischen die beiden Plätze von Johannes Walliser.

Am Samstag dann lagen andere Spitzenreiter auf den vorderen Plätzen: es gewann Marc Maier auf Golan, vor Alexandra Heinzmann mit ABC Casanova und Sebastian Ziegler mit Disagio. Somit war vor dem abschließenden Springen alles offen. Im normalen Umlauf blieben zehn Reiter fehlerfrei. Die acht Reiter und zwei Amazonen riskierten im Umlauf alles, schnelle Ritte über die nochmals neun mächtigen Hindernisse waren zu sehen. Der Schweizer Adrian Schmid, der für das Reitsportzentrum Boll reitet, legte als erster Starter im Stechen eine schnelle Null-Fehler-Runde hin. Stefanie Wissner mit Satan (RV Weisweil) blieb fehlerfrei, war aber langsamer als Adrian Schmid. Die folgenden drei Reiter hatten beim Versuch, die Zeit zu unterbieten allesamt Abwürfe. Erst der Däne Jesper Lund Kristensen, der das Reitsportzentrum Hohenzollern vertritt, schaffte mit Kasandro einen Null-Fehler-Ritt und benötigte dazu fast zwei Sekunden weniger als der Schweizer.

Auch der Weilheimer Johannes Walliser hatte sich mit Aikido für das Stechen qualifiziert. Er zeigte einen flüssigen Ritt und blieb bei den ersten acht Sprüngen fehlerfrei. Wiederum am Abschlusshindernis klopfte Aikido kurz an die oberste Stange, und diese fiel unter lautem Stöhnen der Zuschauer zu Boden. Als Trostpreis erhielt Walliser im Rahmen der Abschlussehrung nicht nur die blaue Schleife für seinen vierten Platz angehängt, sondern auch noch einen Gutschein über ein Fässchen Bier für den besten Weilheimer Reiter überreicht. Beste Weilheimer Reiterin wurde wie im vergangenen Jahr Dressurreiterin Beate Handel.

Für Adrian Schmid vom RSZ Boll war es bereits der zweite 2. Platz in einer Finalprüfung des Tages. Im Finale der Mittleren Tour, die aus drei Springen der Klasse M bestand, gewann Volker Hahn mit Lavita vom LRFV Weil der Stadt vor Adrian Schmid mit Oginion. Für die dritte Finalprüfung des Tages, den Martin-Feth-Gedächtnispreis, mussten sich die Reiter in zwei L-Springen qualifizieren.

Das abschließende M-Springen war für diese Leistungsklasse sehr anspruchsvoll aufgebaut, so dass nur sechs Reiter das Stechen erreichten. Den Martin-Feth-Gedächtnispreis, zu Ehren des 1999 verstorbenen ehemaligen Weilheimer Reitlehrers und landesweit geachteten Ausbilders, gewann Sebastian Kirst mit Assino von der RSVgg Schmiedeäcker. Die Plätze zwei und drei gingen an Reiter aus der Nachbarschaft: an Uwe Heinrich mit Le Clou S vom Hofgut Bodelshofen und an Ralf Pommerening und Casanova vom RFV Raidwangen.