Lokalsport

Damen ohne klare Favoritin

BERND KÖBLE

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KIRCHHEIM Ohne Ex-Weltmeisterin Sabine Spitz, dafür mit Teamkollegin Irina Kalentieva und Vorjahressiegerin Andrea Graus so präsentiert sich das Elitefeld der Damen am morgigen Sonntag. Der könnte zum Tag der Österreicherinnen werden: Mit der rot-weißen Allianz des Tiroler Elkhaus Teams, das mit sechs Fahrerinnen am Start sein wird, kann Vorjahressiegerin Andrea Graus auf starke Rückendeckung bauen. Die österreichische Staatsmeisterin und aktuelle Nummer zwölf in der Weltcupwertung brennt darauf, ihren Titel auf dem Alleenring zu verteidigen.

Was der Teamvorteil am Ende wert ist, muss sich zeigen, denn ernsthafte Konkurrenz gibt es genug: Vorne weg das fünfköpfige Schwarzwälder Rothaus Team um die 20-jährige Bianca Knöpfle, die immerhin mit einem Weltmeistertitel im Gepäck nach Kirchheim reist. Bei der Straßen-WM vor zwei Jahren in Kanada holte sich die Donaueschingerin den Zeitfahr-Titel bei den Juniorinnen. Als ehemalige Deutsche Juniorenmeisterin im Cross Country wird sie auch vor den Ecken und Kanten des Stadtkurses nicht zurückschrecken.

Auf dem Mountainbike zuhause ist auch die derzeitige Weltranglisten-Dritte Irina Kalentieva (siehe Artikel rechts). Bei der Russin, die mitten in der Weltcup-Serie steckt, wird entscheidend sein, wie viel Ehrgeiz sie in das Unternehmen Alleenring steckt. Wer sie kennt, weiß jedoch, dass mit ihr auf jeden Fall zu rechnen sein wird. Dasselbe gilt für ihre Weltcup-Kollegin, die Schwedin Anna Enocsson, die in dieser Saison konstant unter den Top 20 zu finden ist. Ein großes Fragezeichen steht hinter der nominell stärksten Mannschaft im Feld, dem Team Stuttgart. Mit nicht weniger als zehn Fahrerinnen eine schwer auszurechnende Größe. Nach dem Wechsel einiger Mitglieder ins Profilager wird sich zeigen, wie viel Substanz der Aderlass gekostet hat.