Lokalsport

„Dann lief es wie am Schnürchen“

Was beim „Holzmadener“ Teckbotenpokal-Turnier ankam und was nicht

Holzmaden. Es hat Spaß gemacht: Tenor der meisten Brühl-Besucher gestern, als nach genau neun Tagen das 46. Teckbotenpokal-Turnier mit der Siegerehrung auf dem Endspiel-Rasen zu Ende ging. Vielfach gelobt wurde Turnierausrichter TSV Holzmaden für gute Organisation und ein behagliches Ambiente. Nicht bei allen Gefallen fand indes der neue Spielmodus mit 28 Mannschaften.

Anzeige

Rainer Stephan, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Holzmaden: „Es war eine wunderbare Veranstaltung, die der TSV Holzmaden sehr gut organisiert hat und die großen Zuspruch bei der Bevölkerung gefunden hat. Die Gemeinde Holzmaden hat sich durch die Veranstaltung in der Region gut präsentiert.“

Stefan Cserny, Bezirks-Funktionär und Turnieraufsicht: „Das große Teilnehmerfeld stellte aus WFV-Sicht kein Problem dar. Als Verbandsaufsicht kann ich sagen, dass es keine Auffälligkeiten gab. Organisatorisch lief es nach holprigem Beginn am Ende wie am Schnürchen.“

Bernd Stark, Vorsitzender des TSV Holzmaden: „Es war für den TSV eine fantastische Woche, in der alles gepasst hat. Der ganze Verein hat Hand in Hand gearbeitet. Das ist der Vorteil einer relativ kleinen Einheit. Sehr positiv war, dass der ganze Ort die Veranstaltung „gelebt“ hat. Eine komplette Arbeitsschicht wurde beispielsweise vom Musikverein bestritten. Danke an alle Helfer.“

Manfred Stark, Turnierleiter: „Allen Unkenrufen zum Trotz bereuen wir die Durchführung mit dem großen Teilnehmerfeld nicht, denn es hat dem Turnier meines Erachtens nicht geschadet, dass Teams dabei waren, die nicht zum Verbreitungsgebiet des Teckboten gehören. Wir würden es wieder so machen.“

Ulrich Gottlieb, Verleger des Teckboten: „Der TSV Holzmaden hat die Veranstaltung trotz des großen Teilnehmerfeldes hervorragend bewältigt. Es war auch eine Art gesellschaftliches Ereignis, denn offenbar war nahezu der ganze Ort im Einsatz.“

Gökhan Caglar, dreifacher Finaltorschütze der SF Dettingen: „Ich hatte mir alle Tore des Turniers fürs Finale aufgespart. Wenn’s drauf ankommt, bin ich halt da. Die SFD sind verdient Sieger geworden, weil wir im Verlauf des Turniers die konstanteste Leistung gebracht haben.“

Reiner Kuch, TV Neidlingen: „Die SF Dettingen waren nach dem Sieg über den Landesligisten TSV Boll für mich der Favorit und am Ende auch der verdiente Turniersieger. Das Teilnehmerfeld war mir persönlich etwas zu groß. Für mich sollte die lokale Fußballszene im Vordergrund stehen und nicht der Wirtschaftsumsatz.“

Robert Bressmer, Trainer des TSV Ohmden: „Die Organisation hatte der TSV Holzmaden gut im Griff und auch beim Rahmenprogramm war für jeden etwas dabei. Positiv war für mich, dass die Abendveranstaltungen keinen Eintritt kosteten. Sportlich hätte ich mit meinem Team allerdings lieber gegen Gegner aus unserer Region gespielt. Deshalb stehe ich dem vergrößerten Teilnehmerfeld kritisch gegenüber.“

Karlheinz Toparkus, Trainer des SV Nabern: „Wir haben von dem großen Teilnehmerfeld profitiert, denn sonst wären wir in der Vorrunde ausgeschieden. Aber ich denke, dass die 28 Teams eine einmalige Geschichte sein wird, denn es ist wohl aus zeitlichen Gründen nicht zu erwarten, dass ein Zuschauer aus dem Landkreis Göppingen zum Zuschauen herkommt, wenn sein Team an einem Tag mal nicht spielt. Unter diesem Gesichtspunkt dürft der finanzielle Aspekt in den Hintergrund treten.“

Thomas Böhm, Torwarttrainer des TV Neidlingen: „Leider hatten etliche der teilnehmenden Vereine nichts mit der Teckregion zu tun.“