Lokalsport

Das alte Personalproblem

14:23 in Nattheim: KG-Ringer in Nattheim ohne Chance auf einen Sieg

Vierter Kampf, vierte Niederlage. In der württembergischen Verbandsliga kommen die Ringer der KG Kirchheim/Köngen einfach nicht auf die Beine. Auch im Auswärtskampf bei der TSG Nattheim bezahlten sie beim 14:23 wieder Lehrgeld. Ist das Personal nicht ligatauglich? Die Antwort darauf gab der gesamte Kampfverlauf: Nur in Bestbesetzung können die KG-Cracks in dieser Liga um einen Sieg ringen.

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Nattheim. Dass es am Ende auch beim Verbandsliga-Tabellenfünften TSG Nattheim zu keinem Sieg reichte, lag vor allem daran, dass sich die Personalsituation der Kampfgemeinschaft in den letzten zwei Wochen kaum entspannt hat. Trainer Tomasz Dec konnte zwar wieder auf Oleg Roth zurückgreifen, musste aber erneut Ersatz für Alexander Meinero und Alexander Pack finden. So wurde in Nattheim wieder einmal deutlich, dass die KG nur in Bestbesetzung siegfähig ist.

Nach dem Kampf gab‘s KG-intern kleinere positive Signale. „Wir haben uns teuer verkauft“, war der einhellige Tenor. Auch wenn das Resultat erneut sehr deutlich ausfiel, so konnte Dec mit dem kämpferischen Auftreten seiner Mannschaft in Nattheim recht zufrieden sein. Bis zu den beiden letzten Kämpfen stand ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

55 kg Freistil: Steffen Wagner setzte gleich zu Beginn des Kampfabends ein Ausrufezeichen. Nachdem er die erste Runde noch knapp verloren hatte, konterte er seinen Gegner in der zweiten Runde aus und schaffte einen überraschenden Schultersieg (Stand: 4:0).

120 kg griechisch-römisch: Michael Eisele hatte es mit dem wesentlich schwereren Lars Eckstein zu tun. Beide Ringer gestalteten den Kampf ausgeglichen und ließen keine Wertungen zu. Am Ende konnte der Nattheimer den Kampf mit 1:0 Mannschaftspunkten für sich entscheiden (Stand 4:1).

60 kg gr.-röm.: Tomasz Dec stand vor einigen Jahren noch für die Nattheimer Mannschaft auf der Ringermatte. Dementsprechend motiviert ging er an die Sache und zeigte dem Nattheimer Publikum seine Klasse. Nach eineinhalb Minuten konnte er Sebastian Jäger auf die Schultern zwingen (Stand 8:1).

96 kg fr.: Wolfgang Brandner hatte es mit dem Freistilspezialisten Gabor Kocsis zu tun. Mit einem überraschenden Beinangriff konnte der Nattheimer Brandner in die Bodenlage befördern, aus der sich Brandner nicht mehr befreien konnte (Stand 8:5).

66 kg fr.: Franco Meinero konnte gut gegen den Nattheimer Martin Maurer dagegenhalten. Er wollte jedoch gleich in der ersten Runde zu viel und lief in einen Schwunggriff hinein. Nach nur einer Minute wurde er geschultert (Stand 8:9).

84 kg gr.-röm.: Sergej Arnst überraschte mit einem sehr guten Kampf. Arnst erkämpfte sich in einem hart geführten Kampf die ersten beiden Runden klar für sich. Angefeuert von den 150 Zuschauern in Nattheim stellte sich Tobias Kuhn besser auf Arnst ein und sicherte sich Runde drei und vier. In der entscheidenden fünften Runde machte KG-Ringer Sergej Arnst den Sack zu und gewann den Kampf mit 3:2 Runden (Stand 11:11).

66 kg gr.-röm.: Timur Togajbaev ließ Zoltan Fönai keine Chance. In der Bodenlage konnte er in allen drei Runden punkten und ging nach sechs Minuten als Punktsieger von der Matte (Stand 14:11).

84 kg fr.: Andreas Heigele hielt gut gegen Julian Fauth dagegen. Gegen den schwereren Nattheimer konnte Heigele die Niederlage jedoch nicht verhindern. Somit gingen vier Mannschaftspunkte nach Nattheim (Stand 14:15).

74 kg fr.: Oleg Roth hatte es gleich in seinem ersten Kampf mit Safet Hyumyum Ferad zu tun. Gegen den ehemaligen Aalener Bundesligaringer musste Roth in der zweiten Runde auf die Schultern (Stand 14:19).

74 kg gr.-röm.: Im letzten Kampf des Abends musste einmal mehr Frank Kiedaisch auf die Matte. Gegen Torsten Oppold konnte auch er die Niederlage nicht verhindern. Nach einer Minute wurde er auf die Schultern befördert (Endstand 14:23).

Am kommenden Freitag findet das erste der beiden Nachbarschaftduelle gegen den Tabellenvierten SV Ebersbach statt. Kampfbeginn ist 20.30 Uhr in der Marktschulturnhalle in Ebersbach. sal