Lokalsport

Das Ende aller Finalträume

Ötlinger Schützen nach Niederlage in Ludwigsburg undankbarer Fünfter

Trotz einer Weltklasseleistung von Yusuf Dikec haben die Ötlinger Luftpistolen-Schützen in zwei spannenden Bundesliga-Wettkämpfen die Finalteilnahme knapp verpasst. Nach der 2:3-Niederlage gegen die SGi Ludwigsburg war der sichere 4:1-Erfolg gegen den ESV Weil am Rhein ein Muster ohne Wert.

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Kirchheim. Gegen den Lokalmatador SGi Ludwigsburg lieferten die Schützen des TSV Ötlingen am Samstag in der Sporthalle am Kugelberg eine gute Leistung ab, verloren aber dennoch knapp mit 2:3. Ötlingens Nummer eins, Yusuf Dikec, trat gegen den amtierenden Deutschen Meister mit der Luftpistole, Frederic Dzierzon, an. Dieser startete verhalten, lag nach zwanzig Schuss bereits mit vier Ringen zurück und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Mit 389 Ringen demonstrierte Dikec seine Weltklasse an diesem Tag. Hätte er nicht mit einer Acht ausgeschossen, wäre sein Ergebnis noch höher ausgefallen. Dzierzon kam auf 380 Ringe.

Patrick Lengerer, an Position zwei für den TSVÖ, hatte mit Florian Brunner Mühe. Er gestaltete die Partie zunächst noch offen, dennoch konnte er den Endspurt des Ludwigsburgers nicht parieren. Der bahnte sich mit zwei Schlussserien von 97 und 96 Ringen den Weg zum 382:377-Erfolg. Ähnlich erging es Leo Braun gegen Andreas Schneider. Der wie immer schnell schießende Schneider legte zwei gute Serien von 96 und 93 Ringen vor. Braun gelang es nicht, den knappen Vorsprung von zwei Ringen in den letzten beiden Serien aufzuholen. Er verlor seinen Wettkampf ebenfalls mit 377:382 Ringen.

Von Anfang an bestimmte der Schweizer Nationalmannschaftsschütze in Ludwigsburger Diensten, Christoph Schmid, den Wettkampf gegen Markus Geipel. In dieser Paarung hieß das Ergebnis 377:371 Ringe für den Ludwigsburger. Auch wenn Daniel Barner gegen Zintel mit 374:368 Ringen noch einen Sieg beisteuerte, standen drei Einzelpunkte auf dem Konto der SGi. Der Traum von den Finalwettkämpfen war für die Ötlinger damit ausgeträumt.

Dennoch wollten die Ötlinger am zweiten Wettkampftag beweisen, dass sie nicht in den Tabellenkeller gehören. Gegen den ESV Weil am Rhein gab es einen überlegenen 4:1-Sieg. Yusuf Dikec steigerte sich dabei erneut und beendete seinen Wettkampf gegen Thomas Albiez mit 391 Ringen gegenüber 375 Ringen des Weilers. Leo Braun war gegenüber dem Vortag besser aufgelegt und sorgte mit einem 381:375 gegen Jan Brunner für den zweiten Punkt. Auch Daniel Barner beendete seine Begegnung gegen Ustaoglu mit 371:366 erfolgreich. Den vierten und letzten Einzelpunkt steuerte die wiederum sehr gut schießende Kerstin Nelson mit 379:374 Ringen gegen den Weiler Schebesta bei. Lediglich Patrick Lengerer musste seinen Punkt gegen Markus Abt abgeben. Nach schwachem Beginn konnten auch seine 98 Ringe in der dritten Serie die 375:384-Niederlage nicht verhindern. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, sondern haben auch in diesem Jahr gezeigt, dass wir in die Bundesliga gehören, auch wenn am Anfang nicht alles so lief, wie wir es erwartet hatten“, meinte Ötlingens Abteilungsleiter Joachim Poppek am Ende dieser Wettkämpfe.

In weiteren Begegnungen in Ludwigsburg unterlagen Weil und die Gastgeber der SGi Waldenburg jeweils mit 2:3. Nach Abschluss der Ligawettkämpfe nehmen die ersten Vier der Schlusstabelle in der Gruppe Süd zusammen mit den ersten Vier der Gruppe Nord an den Finalwettkämpfen im Februar in Coburg teil. ww

1. SV Kelheim-Gmünd 12:2 Punkte, 2. SG Ulrichshögl 10:4, 3. SGi Waldenburg 10:4, 4. SGi Ludwigsburg 8:6, 5. TSV Ötlingen 6:8, 6. ESV Weil am Rhein 6:8, 7. SSG Dynamit Fürth 2:12, 8. SV Willmandingen 2:12.