Lokalsport

"Das ist wie Dortmund gegen Schalke"

Unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen steht das Lokalderby zwischen dem TSV Weilheim und dem TV Neidlingen. Zählen die Gäste in der Fußball-Kreisliga A zu den Favoriten, haben es die Limburgstädter in dieser Saison mit dem Abstieg zu tun.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM "Das ist in etwa so wie Dortmund gegen Schalke", sieht Neidlingens Trainer Volker Krissler viel Brisanz in der sonntäglichen Partie beim TSV Weilheim. Dabei gilt der TVN als klarer Favorit nicht nur wegen des zweiten Tabellenplatzes. "Die Neidlinger haben seit Jahren eine gute Mannschaft und haben sich in dieser Saison gut verstärkt", weiß auch Weilheims Trainer Jürgen Fritsch. Dennoch sieht der TSVW-Coach seine Mannschaft nicht chancenlos: "Vielleicht gelingt uns eine Überraschung." Seit letzter Woche ist Stürmer Bejtula Halimi wieder im Training, aber Trainer Fritsch ist sich noch nicht sicher, ob ein Einsatz des seit dem Teckbotenpokalturnier verletzten Stürmers nicht etwas zu früh kommt. Bis auf Markus Leimbeck hat Neidlingens Trainer Krissler alle Mann an Bord. Den momentanen Erfolg führt der Neu-Coach auf den ausgeglichenen Kader zurück. Gleichzeitig warnt er seine Spieler, den Gegner nicht zu unterschätzen: "Das wird bestimmt kein Selbstläufer und in diesem Derby zählt kein Tabellenplatz."

Ein Wiedersehen mit den alten Mannschaftskameraden gibt es für Spielertrainer Antonio Portale vom TSV Oberlenningen, wenn am Sonntag der FC Frickenhausen II unter dem Wielandstein zu Gast ist. Mit dem bisherigen Saisonverlauf (vier Siege) ist Portale zufrieden und überdies davon überzeugt, dass seine Mannschaft am Ende der Saison ganz oben stehen wird. Einen echten Konkurrenten für den Aufstieg gibt es für ihn nicht: "Wir sind das Real Madrid der Kreisliga A."

Nach der 1:2-Niederlage beim TSV Oberensingen war Catania-Trainer Helmut Hartmann sichtlich verärgert. Der Grund dafür war nicht nur die Niederlage, sondern, dass einige Spieler erst in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen sind und nicht fit waren. "So geht es nicht weiter", drohte Trainer Hartmann und wird am kommenden Sonntag gegen den TSV Altdorf seine Konsequenzen ziehen: "Ich denke, dass wir auch mit einer schwächeren Mannschaft gegen Altdorf gewinnen werden."

"Wir sind auf dem aufsteigenden Ast", gibt sich Trainer Martin Knorr vom TSV Holzmaden im Hinblick auf die kommenden Aufgaben ziemlich zuversichtlich. Den Optimismus veranlasste die gute zweite Halbzeit beim letzten Spiel in Frickenhausen (1:2). "Einen Zähler hätten wir verdient gehabt", meint Knorr. Aus den Spielen am Sonntag gegen den TSV Oberboihingen und eine Woche später beim TB Neckarhausen, ist das Minimalziel des Holzmadener Übungsleiters vier Punkte.

Auf dem Sturzflug in den Tabellenkeller befinden sich im Moment die SF Dettingen. "Es gibt keine Ausreden" , so die Worte von Dettingens Trainer Wolfram Bielke. Nach dem enttäuschenden Saisonstart (ein Sieg aus fünf Spielen) stehen die SFD auf dem viertletzten Tabellenplatz. "Es ist insgesamt zu wenig, was wir bringen und im Sturm sind wir viel zu harmlos", beklagt Bielke. Das anstehende Heimspiel gegen den TB Neckarhausen sieht der Dettinger Trainer als richtungsweisend: "Für uns zählt nur ein Sieg."

Nach fünf Siegen in Folge steht der VfB Neuffen auf dem ersten Tabellenplatz. Beim TSV Raidwangen wird es sicherlich nicht einfach werden, die Spitzenposition zu verteidigen. Im Aufsteigerduell will der TSV Linsenhofen mit einem Heimsieg gegen den TSV Oberensingen den Tabellenkeller verlassen.