Lokalsport

Das Saisonziel rückt in greifbare Nähe

Ötlinger Schützen bleiben an der Spitze

Mit Siegen gegen den mehrmaligen Deutschen Mannschaftsmeister SGi Waldenburg (3:2) und Gastgeber ESV Weil am Rhein (4:1) haben die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen am Wochenende ihre Führung in der Bundesliga auf 8:0 ­Punkte ausgebaut.

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Wilfrid Weiss

Weil am Rhein. In einem von beiden Seiten mit äußerstem Ehrgeiz geführten Wettkampf behielten die Ötlinger gegen Waldenburg verdient die Oberhand. Neuzugang Mauro Badaracchi startete mit guten 96 Ringen in der ersten Serie gegen Abdullah Ustaoglu. Dieser konnte aber einen frühen Rückstand verhindern. Beide Schützen lieferten sich bis zum 30. Schuss einen spannenden Kampf, bei dem die Führung stetig wechselte. Dann konnte sich der Ötlinger befreien und siegte mit 381:379 Ringen.

Anders gestalteten sich die Partien von Patrik Lengerer gegen Maria Grozdeva und Leo Braun gegen Michael Heise. Schon von Beginn an lagen beide Ötlinger einige Ringe hinter ihren Rivalen aus Waldenburg zurück. Patrik Lengerer holte zwar in der letzten Serie mächtig auf und war dem Ausgleich nah, konnte aber dennoch nicht verhindern, dass die bulgarische Nationalmannschaftsschützin einen 378:375-Sieg landete. Leo Braun kam nach erbitterter Gegenwehr gegen den Waldenburger Michael Heise nur auf 375 Ringe und musste diesem den Sieg – er schoss 379 Ringe – überlassen.

Jörg Kobarg dominierte die Begegnung gegen Andreas Heise von Beginn an. Mit 378:368 sicherte er den Ötlinger Schützen den so wichtigen zweiten Einzelpunkt. Noch einmal spannend machten es Daniel Barner und Wolfgang Renner: Lag der Waldenburger nach 20 Schuss noch mit vier Ringen vorne, so schaffte Barner in einer dramatischen Aufholjagd den Ausgleich zum 370:370-Endstand. Hätte er mit seinem letzten Schuss eine Neun erzielt, wäre die Partie schon zu diesem Zeitpunkt für Ötlingen entschieden gewesen. Eine Acht erforderte dann jedoch das Stechen um den letzten Einzelpunkt. Erst der vierte Stechschuss erlöste die Ötlinger Mannschaft, die auch in ihrem dritten Wettkampf Stärke bewies und den verdienten Sieg einfuhr.

An Spannung war auch die Sonntagsbegegnung zwischen den Ötlingern und dem ESV Weil am Rhein nicht zu überbieten. Beide an Position eins gesetzten Schützen, Bada­racchi und Kucana, lieferten sich einen heißen Fight. Der Ötlinger lief bis zum letzten Durchgang einem Ein-Punkte-Rückstand hinterher. Im letzten Durchgang drehte er die Führung zu seinen Gunsten und gewann mit 385:382 Ringen. Den zweiten Punkt lieferte Leo Braun mit seinem 375:374-Sieg über Jan Brunner, während Patrik Lengerer bis zum letzten Schuss brauchte, um mit 377:376 Ringen gegen Markus Abt zu bestehen. Daniel Barner vergab dann die Chance auf einen weiteren Ötlinger Punkt. In der letzten Serie leistete er sich eine Sechs beim 366:362 für Mustafa Ustaoglu. Jörg Kobarg trug dann den letzten Punkt zum 4:1 der Ötlinger bei. Er besiegte nach 376:376-Gleichstand im Stechen mit einer Zehn den Weiler Christian Schebesta.

Die Ötlinger Schützen können jetzt beruhigt dem gesetzten Saisonziel, der Teilnahme an den Endkämpfen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Februar, entgegen-sehen. Im zweiten Wettkampf am Samstag besiegten die bis dahin sieglosen Weiler die SGi Ludwigsburg mit 3:2. Die SGi Waldenburg konnte sich am Sonntag gegen die SGi Ludwigsburg ebenfalls mit 3:2 durchsetzen.