Lokalsport

Daumen drückenfür die TVN-Kicker

Schützenhilfe vom Teckrivalen? Kellerkind TV Neidlingen könnte den ambitionierten SF Dettingen am kommenden Wochenende Nachbarschaftshilfe leisten, denn die Hepperle-Truppe bekommt es unterm Reußenstein mit der Spitzenmanschaft TSV Harthausen zu tun.

KLAUS SCHORR

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KIRCHHEIM Schon bei einem Remis in Neidlingen könnte der Dettinger Fußball-Express an der Filderelf an diesem 12. Spieltag vorbeiziehen einen "eigenen" Heimsieg über den FC Frickenhausen II vorausgesetzt. Zusätzliche SFD-Schützenhilfe könnte es auf dem Nürtinger Waldheim geben, wo die wiedererstarkte SpV 05 auf Primus Grafenberg trifft. Im weiteren Verfolgerfeld nehmen sich diesmal TB Neckarhausen und TSV Oberboihingen gegenseitig die Punkte ab wovon die Kicker des AC Catania profitieren könnten, falls im Prestigederby gegen Kellerkind TSV Oberlenningen ein Erfolg gelingt.

Nach dem Kantersieg im Oberlenninger Heinrich-Scheufelen-Stadion ist die Stimmung unter Dettingens Teck bestens. Einen Wermutstropfen hat SFD-Coach Peter Merkle dennoch zu verdauen, nämlich den Ausfall von Torjäger Christian Renz. "Das macht die Verletztenliste noch länger, doch wenn wir weiter vorne mitmischen wollen, müssen wir das Heimspiel gegen den FC Frickenhausen II gewinnen", sagt Merkle. Da die erste FCF-Mannschaft samstags spielt, werden FCF-Coach Aygün Bozkurt zwei oder drei Verbandsliga-Spieler tags darauf zur Verfügung stehen: ein Vorteil für den FCF II. Dennoch wäre Pressewart Dirk Schwarz mit einem Zähler zufrieden. "Ein Punkt wäre sehr gut, alles andere ein zusätzliches Bonbon."

Mit dem einen Punkt wäre auch der TSV Oberlenningen am Sonntag zufrieden. Doch die Personalsorgen im Lenninger Tal sind groß, wie TSVO-Trainer Mario Sinko unterstreicht: "Manfred Mausch, Hamit Geckin und Serdar Sökel sind schwer zu ersetzen." Doch er ist hoffnungs-froh: "Das Potenzial, um am Ende im Mittelfeld zu landen, haben wir allemal." Die Kirchheimer Catanesi haben derzeit einen sehr guten Lauf. Dennoch gibt ACC-Spielleiter Pasquale Martinelli zu bedenken: "Diese Staffel ist ziemlich gleichwertig besetzt. Wir werden den Teufel tun und Oberlenningen unterschätzen. Allerdings haben wir ein Heimspiel und alle Mann an Bord, da sollte schon ein Dreier herausspringen."

Ein solcher würde den "wiederbelebten" Neidlingern auch ganz gut zu Gesichte stehen, denn seit Eigengewächs Jochen Hepperle das Ruder übernommen hat, ist frischer Wind im Spiel. TVN-Pressewart Christopher Andrä beschreibt die neue Aufbruchstimmung so: "Es ist wieder Leben in der Mannschaft. Wenn wir unsere Torchancen besser nutzen und an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, kommen auch die Punkte." Zudem kann der TVN wieder weitgehend komplett auflaufen.

Das kann Manfred Schröder, Trainer des Überraschungszweiten TSV Harthausen, dieser Tage kaum behaupten. "Unsere Verletzungssorgen werden immer größer. Angesichts dieser Tatsache wäre ich mit einem Punkt in Neidlingen hochzufrieden."

Quo vadis, Mitfavorit TSV Weilheim? Gegen den TSV Altdorf sollten unbedingt Punkte her. Schließlich will auch Aufsteiger TSV Ohmden wieder den Weg nach oben finden: nicht nur gut spielen, auch punkten. Am besten gleich dreifach morgen gegen den FC Unterensingen.