Lokalsport

David unterliegt Goliath

Erwartungsgemäß hatten die Oberliga-Turner des VfL Kirchheim gegen den KTV Heilbronn in der Kirchheimer Konrad-Widerholt-Halle nichts zu bestellen. Allerdings fiel die Niederlage des ersatzgeschwächten Heimteams mit 166,25:183,85 moderater aus als erwartet.

HEIKO PAUL

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KIRCHHEIM Die Kunstturner des VfL Kirchheim schweben weiter in akuter Abstiegsgefahr. Dagegen ist die Kunstturnvereinigung Heilbronn in der laufenden Oberliga-Saison das überragende Team. Im direkten Duell hatten sich die Kirchheimer von vorne herein kaum Chancen ausgerechnet.

Nachdem zum Saisonende auch noch Jochen Weber verletzungsbedingt die Segel streichen musste, sahen die verbliebenen fünf VfL-Turner ihren letzten Heimkampf der Saison eigentlich nur noch als Testwettkampf für das Ligafinale in drei Wochen in Ludwigsburg und experimentierten.

Trotz vier guter Übungen am Boden von André Schaich, David Schneider, Moritz Pohl und Simon Paul zogen die Heilbronner gleich um 4,5 Punkte davon. Am Pauschenpferd hielten André Schaich, Simon Paul, Moritz Pohl und Andreas Mahler er trat zum ersten Mal in einer Liga-Saison an diesem Gerät an besser mit. Hier waren es nur gut zwei Punkte, die den Teckstädtern fehlten. Gut verkauften sich die VfL-Turner an den Ringen. Die höchste Wertung im VfL-Team ging an André Schaich. Weil David Schneider, am Anfang der Saison eher noch ein Notnagel an diesem Gerät, jetzt Anschluss an die Etablierten gefunden hat, hatten die Heilbronner auch hier nur einen ganz knappen Vorsprung.

Ähnlich lief es beim Sprung. André Schaich, Simon Paul er wagte zum ersten Mal im Wettkampf einen Zukahara und stand ihn bombensicher Moritz Pohl und David Schneider flogen gekonnt über den Sprungtisch und büßten insgesamt nur einen knappen Punkt ein. Deutlicher dann das Ergebnis am Barren. André Schaich, Moritz Pohl, Andreas Mahler und Simon Paul, in einem Liga-Wettkampf zum ersten Mal am Barren, handelten sich weitere fünf Punkte Rückstand ein.

Nachdem es vor dem letzten Gerät, dem Reck, am Ergebnis nichts mehr zu Rütteln gab, zog Jochen Weber auch hier zurück und überließ Simon Paul seinen Part, der sich wie zuvor am Barren achtbar aus der Affäre zog. Doch auch die mit Schwierigkeiten gespickten Übungen von André Schaich, David Schneider und Moritz Pohl reichten nicht aus, um die Heilbronner an diesem Gerät noch zu gefährden. "Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht", lobte VfL-Coach Jochen Weber seine Turner. Er hatte mit einer deutlich höheren Niederlage gerechnet.

Erfreulich aus VfL-Sicht: André Schaich ist wieder Spitzenreiter in der aktuellen Bestenliste der Sechskämpfer. Er nahm seinem Heilbronner Konkurrenten Stefan Payer im direkten Duell einen halben Punkt ab und liegt damit wieder in Führung. Dafür liegen die Kirchheimer Oberliga-Turner als Mannschaft nach wie vor auf dem vorletzten Tabellenplatz und sind vor der alles entscheidenden Rückrunde in Ludwigsburg in akuter Abstiegsgefahr.