Lokalsport

Defensivdesaster auf der Alb

Grabenstetten überrollt Owens Handballer

Nach 14-tägiger Pause sind die Landesligahandballer des TSV Owen beim Titeltopfavoriten TSV Grabenstetten deutlich mit 20:43 (9:18) unterlegen.

Grabenstetten. Bereits zu Beginn der Partie zeichnete sich ab, dass die Gäste aus Owen zu nachlässig im Abwehrverhalten zu Werke gingen. Grabenstetten wurde das Torewerfen leicht gemacht, die Gastgeber agierten in der Abwehr sehr aggressiv und stellten die Teckstädter schon auf eine harte Bewährungsprobe. Bereits nach sechs Minuten musste Owens Trainer Christoph Winkler beim Stand von 2:6 eine Auszeit nehmen. Owen spielte zu leichtfertig und vergab in der Anfangsphase zu viele Gelegenheiten, auch die Zahl der technischen Fehler war zu hoch.

Ganz anders die Gastgeber, die ihrer Favoritenrolle bereits zu Beginn gerecht wurden. Über 7:3 setzten sich die „Höllablitz“ bis auf 11:5 ab. Dass nicht bereits schon nach knapp 15 Minuten eine Entscheidung gefallen war, lag einzig daran, dass auch die Gastgeber nicht immer konsequent abschlossen. Ehe es sich Owen versah, stand es bereits nach knapp 21 Spielminuten 16:6 für die Gastgeber. Einzig dem eingewechselten Uwe Raichle im Tor der Gelbhemden war zu verdanken, dass sich der Rückstand nicht noch deutlicher abzeichnete. Im Angriff taten sich die Gäste gegen die aggressive Abwehr der Gastgeber sehr schwer. In der eigenen Defensive dagegen taten sich riesige Lücken auf, die es dem Titelaspiranten einfach machten. Grabenstetten spielte auch im Gefühl der sicheren Führung weiter mit einem sehr hohen Tempo. Allerdings litt darunter auch die Effektivität und so konnte Owen den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 18:9 noch einigermaßen in Grenzen halten.

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Ohne größere Probleme kamen die Gastgeber von der Alb zum Torerfolg. Owen musste sich hingegen wie bereits im ersten Abschnitt die Tore hart erkämpfen. Nach dem Treffer zum 22:10 durch Grabenstettens besten Akteur, Marco Brändle, kam Owen etwas besser ins Spiel, konnte durch vier Treffer in Folge auf 14:22 verkürzen. Dann musste Jörn Lehmann nach einer Fußabwehr für zwei Minuten auf die Strafbank. Dies brachte den zaghaften Owener Spielfluss zum Stocken. Erneut war es Marco Brändle, der mit einer Einzelaktion für seine Farben zum 22:14 erfolgreich war. Dann eine herrliche Aktion auf Owener Seite. Felix Krüger bediente den heranfliegenden Raphael Schmid, der per Kempatrick zum 15:22 erfolgreich war.

Doch die Gastgeber ließen sich auch von diesem Kabinettstückchen nicht aus der Ruhe bringen. Achim Holder und Marco Brändle erhöhten auf 25:15. Owens Torhüter Uwe Raichle konnte einem fast leid tun, denn nur er stemmte sich gegen die drohende Klatsche. Auf der Owener Bank war das Trainergespann Kie­daisch/Winkler angesichts der schwachen Vorstellung ihrer Defensive ratlos. Vor allem das Rückzugsverhalten nach Ballverlusten war alles andere als landesligatauglich. Auf der anderen Seite lief Grabenstetten weiter auf Hochtouren. Bis zum Endstand von 43:20 zog Grabenstetten weiter davon. Am Ende mussten sich die Owener und ihre Fans ernüchtert eingestehen, dass ihre Mannschaft gegen Teams wie Grabenstetten oder Zizishausen nicht mithalten kann.

Am kommenden Wochenende geht‘s im Heimspiel gegen den SSV Hohenacker gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Dann sollten sich die Teckstädter wieder auf ihre Stärken und vor allem den nötigen Einsatzwillen und Kampfgeist besinnen, denn sonst wird es auch gegen den SSV sehr schwer, vor heimischem Pub­likum zu punkten.jb

TSV Grabenstetten: Stephan Brändle, Härterich; Lanfermann (3), Petershans (7), Staiger (1), Mosca (6), Holder (5/2), Griesinger (4), Heidenreich, Bodechtel (7/1), Marco Brändle (10/3)

TSV Owen: Reckziegel, U. Raichle; Büchele (1), Bäuchle (1), Jörn Lehmann (2), Janick Lehmann (6/3), Martin (1), Schmid (5), Meissner (2/1) Dunkel (1), Sigel (1), Völker

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