Lokalsport

Déjà Vu in der Wühle

Vorweihnachtliches Geschenk an den SSV Hohenacker: Bei der 28:34 (11:20)-Heimniederlage verschenkte die Gastgeber-Truppe förmlich die Punkte. Der Landesliga-Abstiegskandidat lieferte eine völlig verkorkste erste Halbzeit ab.

WEILHEIM Es war ein Déjà-Vu-Erlebnis, das die Zuschauer am späten Sonntagnachmittag in der Weilheimer Wühlehalle hatten. Sie fühlten sich an das vorhergehende Heimspiel des TSV Weilheim gegen den VfL Waiblingen II erinnert. Genau wie damals war die Heimmannschaft in der ersten Halbzeit so kam es einem vor nicht existent. Die Gäste mit zwei starken Rückraumakteuren gingen schnell und ohne große Mühe mit 1:3 (3. Minute) in Führung. Das 3:4 in der siebten Spielminute war noch der knappste Spielstand. Doch dominierten weiterhin die Gäste. Sie bauten ihren Vorsprung über 11:6 (17. Minute) auf 18:9 vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff aus.

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Die Weilheimer versuchten durch eine Manndeckung gegen die beiden SSV-Rückraumspieler sich wieder heranzukämpfen. Allerdings brachte das keine Verbesserung der Weilheimer Defensivbilanz, da die restlichen SV-Cracks von den entstehenden Lücken am Kreis nun profitierten. Immerhin zogen die Gäste nicht weiter davon.

Der zweite Durchgang begann dann wie der erste: Der SSV Hohenacker traf gegen zu behäbig wirkende Weilheimer nach Belieben. In der 37. Minute führten die Gäste sogar mit 25:13. Zwar bekam der TSV Weilheim den Hohenacker Angriff nun besser in den Griff und holte bis zur 52. Minute sieben Tore zum 25:30 auf. Allerdings beschlich die Zuschauer nicht das Gefühl, vielleicht doch noch einem kleinen Vorweihnachtswunder beizuwohnen. Hohenacker verteidigte die Führung und ging nach einer enttäuschenden Weilheimer Leistung verdientermaßen als Sieger vom Platz.

Der TSV Weilheim muss sich in der Winterpause nun mit dem vorletzten Tabellenplatz begnügen, punktgleich (4:16) mit dem Schlusslicht TV Stetten: Unter der Limburg herrscht inzwischen höchste Abstiegsgefahr. Nur durch eine deutliche Leistungssteigerung in der Rückrunde kann das Ziel Klassenerhalt vielleicht doch noch erreicht werden.

pa

TSV Weilheim: Rehkugler, Illi Zettl (1), Auweter(1), Sigel (2), Bächle (1), Schill (5), Klein (1), Bachofer (2/1), Mauch (2), Seyferle, Gomringer(13/4).SSV Hohenacker: Schmalzried, Stukowski; Gendy (3), Ebert, Federhofer (1), Fischer (9/1), Schmitt (7/2), Fritz (1), Rudolf (2), Mayer (7), Fröschle (3), Holzapfel (1).