Lokalsport

Dellen in der Ritterrüstung

Knights verlieren gegen Heidelberg

Zweite Niederlage im elften Heimspiel für die Kirchheim Knights. Gegen den offensiv starken USC Heidelberg (70 Prozent Trefferquote) verloren die Teckstädter beim 82:94 (41:49) ihr drittes Spiel in Folge.

Dellen in der Ritterrüstung
Dellen in der Ritterrüstung

Kirchheim. Nachdem das letzte Heimspiel gegen Crailsheim bereits fast einen Monat zurückgelegen hatte, kehrten die Knights im Duell mit dem USC Heidelberg hoch motiviert zurück in die Sporthalle Stadtmitte und wollten vor eigenem Publikum unbedingt weitere Punkte im Kampf um eine gute Playoff-Position einfahren. Zumal die beiden vorangegangenen Partien gegen Ehingen und Chemnitz verloren gegangenen waren.

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Die Anfangsphase gehörte jedoch den Gästen aus der Kurpfalz, und so führten die Heidelberger nach drei Minuten mit 9:4. Uskoski brachte die Hausherren anschließend besser ins Spiel und nach einem Dreier von Routinier Radi Tomasevic war die Partie beim Stand von 17:17 ausgeglichen. Smith besorgte wenig später die erste Führung für die Ritter und letztlich beendete man das temporeiche erste Viertel mit einem 25:24-Vorsprung.

Auch im zweiten Abschnitt blieb Kirchheim dank Punkten der Bankspieler Brandon Griffin und Sebastian Adeberg, sowie einem erfolg­reichen Dreier von Brooks zunächst mit 33:30 in Front. Es folgten jedoch fast drei Minuten ohne Erfolgserlebnis für die Gastgeber, was Heidelberg zu einem 10:0-Zwischenspurt nutzen konnte. Zwar kamen die Ritter anschließend in der Offensive wieder zurück in die Spur, in der Verteidigung fehlte allerdings in vielen Situationen die nötige Intensität. So schaffte man es nie wirklich, die spielfreudigen Gäste, die lediglich mit sieben einsatzfähigen Spielern in der Sporthalle Stadtmitte angetreten waren, entscheidend zu stoppen. Clint Sargent und seine Kollegen, die von der Knights-Defense viele Freiräume bekamen, schossen sich so zu einem 49:41-Vorsprung zur Halbzeit.

Mit vielen guten (Defensiv-)Vorsätzen starteten die Kirchheimer ins dritte Viertel. Die Gäste trafen jedoch weiterhin traumwandlerisch sicher aus dem Feld, erzielten sieben Punkte in Serie und hatten Mitte des dritten Viertels bereits vier Spieler im zweistelligen Punktebereich, sowie eine unglaubliche Trefferquote von fast 70 Prozent. Auf Seiten der Hausherren leistete Devin Uskoski Schwerstarbeit, um seine Mannschaft im Spiel zu halten, und auch Cedric Brooks war offensiv ein Faktor, von den anderen Leistungsträgern kam bis dahin allerdings zu wenig. Zwei erfolgreiche Dreier hintereinander brachten zwischenzeitlich etwas Schwung ins Spiel der Knights, nach einem Distanztreffer von Sargent war die Aufholjagd allerdings schon wieder beendet und so ging es mit einem 59:70-Rückstand ins letzte Viertel.

Hier ging nun noch einmal ein Ruck durch die Kirchheimer Mannschaft und nach einem Tomasevic-Dreier war man bis auf 72:77 herangekommen. Gästetrainer Uwe Sauer reagierte sofort, nahm fünf Minuten vor dem Ende eine Auszeit. Björn Schoo, am Ende mit 27 Punkten Topscorer des USC, stoppte anschließend den Lauf der Knights, Cedric Brooks konnte mit einem erfolg­reichen Wurf von der Dreierlinie aber noch einmal nachlegen und ließ es nun so richtig laut werden in der Sporthalle Stadtmitte. Drei Minuten vor Schluss verkürzte Brandon Griffin auf 77:81 und auch den darauffolgenden Angriff konnte man durch einen Block von Devin Uskoski zunächst vereiteln, Heidelberg blieb jedoch in Ballbesitz und Center Schoo traf seinen ersten Dreier seit der Saison 2009/10. Von diesem Nackenschlag sollten sich die Knights schließlich nicht mehr erholen und so musste sich Kirchheim in eigener Halle mit 82:94 geschlagen geben.