Lokalsport

Den Namensgeber zum Vorbild genommen

Fantasie und Spielwitz brachten dem heute 85-jährigen Bernhard Kempa den Titel "Monsieur Handball" ein. Zur Legende wurde er durch den nach ihm benannten Kempa-Trick. Den beherrschten bereits einige der insgesamt knapp 1000 jugendlichen Handballer beim diesjährigen Kirchheimer Kempa-Junior Cup.

KIRCHHEIM Neun Turniersieger wurden beim Jahreshöhepunkt der VfL-Jugendhandballer am vergangenen Wochenende gekürt. Die ersten sportlichen Glanzlichter setzten die A-Jugendlichen bei den gemeinsam gewerteten Begegnungen des Sie- und Er-Turniers. 20 Mannschaften spielten in zwei Gruppen die Finalisten aus. Bereits in den Gruppenspielen lag das Turnier auf hohem sportlichem Niveau, die zusammen gelosten Mannschaften der weiblichen und männlichen A-Jugend entwickelten tollen Teamgeist.

Anzeige

Zur besonderen Freude der Veranstalter gewannen die Teams der am weitesten angereisten Mannschaften aus Altenstadt und Hofen die Wanderpokale. Sie setzten sich im Endspiel gegen die Spielgemeinschaften aus Kirchheim/Lenningen und Ostfildern mit 9:7 durch. Das kleine Finale entschied die SG Teck knapp gegen die JSG Unterensingen/Köngen im Siebenmeterschießen für sich. Das Turnier der C-Jugend männlich bot am Samstag früh den 13 angetretenen Teams die Möglichkeit, alle Platzierungen unter niveaugleichen Gegnern auszuspielen. Das regnerische Wetter veranlasste die Turnierleitung, den Spielbetrieb zusätzlich zur Sporthalle Stadtmitte in die Sporthalle des Ludwig-Uhland-Gymnasiums zu verlegen. Die frisch gebackene Verbandsklasse-Mannschaft des VfL stellte nach viereinhalb Stunden den ersten Turniersieg der Gastgeber sicher. Die SG Teck und die JSG Ostfildern folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Einen Nachahmer fand die VfL-C-Jugend im älteren Jahrgang bei der B-Jugend männlich. In den Spielen der drei Gruppenersten aus der Vorrunde setzten sich die VfL-Jungs souverän gegen die Spielgemeinschaften aus Marbach/Rielingshausen und Oberkochen/Königsbronn durch. Bester Gruppenzweiter und damit Turnier-Vierter wurde die hoch gehandelte JSG Ostfildern. Die Kirchheimer konnten darüber hinaus auch den "kleinsten Pokal der Welt" als Preis für das parallel verlaufende Siebenmeter-Turnier in Empfang nehmen. Diesen heimsten auch die VfL-Mädchen der weiblichen C-Jugend ein. Sie mussten sich jedoch bei den Handballspielen im Endspiel der starken Mannschaft der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen geschlagen geben, die als einzige in diesem Jahr ihren Titel verteidigen konnte.

Die Konkurrenz bei der B- Jugend weiblich entschied die TG Nürtingen für sich. Hier sprangen die C-Jugend-Mädchen des VfL für eine nicht erschienene Mannschaft ein und konnten ihren zweiten Platz des vorigen Turniers wiederholen. Eine besondere Leistung, denn im Schnitt waren die Gegnerinnen zwei Jahre älter. Noch nicht richtig in Tritt ist die neu gegründete Spielgemeinschaft Kirchheim/Lenningen, die auf den Plätzen folgte.

Zwar begrüßte nicht die Sonne die jüngsten Turnier-Akteure der E-Jugend am frühen Sonntagmorgen, nach dem verregneten Auftakt des Turniers am Freitag und Samstag war Trockenheit schon Anlass zur Freude. Gastfreundlich zeigten sich hier die drei Teams des VfL bei den separaten Gruppenspielen für die stärkeren und schwächeren E-Jugend-Mannschaften. Nach gut vier Stunden hatten die angereisten Teams aus Neckartenzlingen, Dettingen/Erms und Ruit die Nase vorn und konnten die Medaillen in Empfang nehmen.

Den Abschluss bildeten auch in diesem Jahr die 11- und 12-Jährigen in den D-Jugend-Wettbewerben. Jeweils sieben Mannschaften ermittelten im Modus Jeder gegen Jeden die Rangliste. Mit viel Applaus wurde der Turniersieg der überlegenen D1 des VfL Kirchheim bedacht. Mit makellosen 12:0 Punkten bestätigten sie ihren Erfolg beim Bezirksspielfest vor einer Woche. Silber und Bronze verdienten sich die Gäste aus Dettingen/Erms.

Überglückliche Turniersieger bei den Mädchen wurden ebenfalls mit 12:0 Punkten die sonst nicht so Erfolg verwöhnten VfL-Mädels vor der SG Hegensberg/Liebersbronn und dem SSV Hohenacker.

Am Sonntagabend um 18 Uhr waren dann alle 175 Spiele gespielt, die Turniersieger ermittelt und die besten Akteure ausgezeichnet. Auch wurden alle 250 Tafeln Schokolade für das jeweils zehnte geschossene Tor an die Schützen verteilt. Das zweieinhalbtägige Handballfest machte schon wieder Appetit auf die nach den Sommerferien beginnende Hallenrunde.

ka