Lokalsport

Den Ruf der Sportstadt untermauert

Sportlerehrung des Stadtverbandes für Leibesübungen (SfL) mit drei Goldmedaillen

Drei Goldmedaillen, nicht weniger als 22 Simonssiegel in Silber sowie zwölf bronzene Auszeichnungen, dazu noch zahlreiche Sportplaketten, Ehrenurkunden und lobende Erwähnungen – die Sportlerehrung des Kirchheimer Stadtverbandes für Leibesübungen (SfL) am gestrigen Sonntag dokumentierte einmal mehr den hohen Leistungsstand der Kirchheimer Athleten.

HELGE WAIDER

Kirchheim. Rund 200 Gäste waren der Einladung des SfL und der Stadt Kirchheim in die Stadthalle gefolgt, um den leistungsstärksten und verdientesten Sportlern der Teckstadt die Ehre zu erweisen. Ganz oben auf der Liste standen am Ende die drei Goldmedaillengewinner Tobias Unger (Salamander Kornwestheim/VfL Kirchheim, Abteilung Leichtathletik) für seinen fünften Platz mit der 4 x 100-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen in Peking, Holger Karow (Fliegergruppe Wolf Hirth) für den fünften Platz bei der Segelflug-Weltmeisterschaft in der Offenen Klasse sowie Mario Kießling (Fliegergruppe Wolf Hirth) für den Vize-Weltmeister-Titel im Segelflug in der Standard-Klasse. Während Kießling freudestrahlend die Auszeichnung entgegennahm, musste Flugkapitän Karow aus beruflichen Gründen ebenso passen wie „Schwabenpfeil“ Unger, der in Leipzig einen Wettkampf absolvierte.

Moderiert von Frank Rödel, Vorstandsmitglied des mit der Ausrichtung der Veranstaltung beauftragten TSV Jesingen und umrahmt von den Klängen der „JeSingers“, dem Projektchor des Gesangvereins Eintracht Jesingen, die gleich zu Beginn mit dem Titel „I‘m walking“ den nicht nur thematisch guten Ton trafen, unterstrich der SfL-Vorsitzende Siegfried Hauff noch einmal die Wichtigkeit der im vergangenen Jahr erstmals separat durchgeführten Ehrungszeremonie. Während zuvor von 1972 an die Ehrungen im Rahmen des „Ball des Sports“ stattfanden, hatte sich der SfL entschieden, die Zeremonie und den Ball zu trennen und somit den Athleten einen breiteren und angemesseneren Rahmen zukommen zu lassen.

Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, die zusammen mit Hauff die Ehrungen vornahm, stellte fest: „Kirchheim ist eine Sportstadt, die sich bewegt und in der sich die Menschen bewegen.“ Dabei vergaß das Stadtoberhaupt aber auch nicht an die ehrenamtlichen Würdenträger in den Vereinen zu erinnern, ohne die die Erfolge der geehrten Athleten wohl nicht möglich seien. Die Weichen für die nächsten Generationen werden in Kirchheim schon bald gestellt. Kürzlich hat der Gemeinderat für die detaillierte Planung im Zuge der kooperativen Sportentwicklungsplanung weitere 33 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die zuvor erstellte Priorisierung von Aktivitäten wurden von Matt-Heidecker noch einmal erläutert: An erster Stelle stehe die Umgestaltung des Stadionbereichs hin zum Sportpark an der Lindach mit einem integrierten, durch die Vereine zu bauendes Sportvereinszentrums.

Unterstrichen wurden von der Oberbürgermeisterin noch einmal die beeindruckenden Flächenzahlen der Sportstätten: in Kirchheims Hallen stünden 11 581 Quadratmeter und auf Außenanlagen nicht weniger als 114 040 Quadratmeter zur Verfügung. Mit dem Unterhalt dieser Anlagen und der Sportförderung beliefen sich die jährlichen Ausgaben für den Sport auf 1 177 000 Euro.

Mit diesen Zahlen war sich die Oberbürgermeisterin sicher, dass Kirchheim den äußeren Rahmen zu einer „Sportstadt“ geschaffen habe. Es seien jedoch die Sportlerinnen und Sportler mit ihren erzielten Leistungen und Erfolgen, die den Ruf der Teckstadt als „Sportstadt“ erst bestätigt hätten.

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