Lokalsport

Den Teufelskreis durchbrechen

Weilheimer Landesliga-Handballer wollen nochmals alles geben – SGL weiter im Aufwind?

Können die Lenninger Landesliga-Handballer nochmals zulegen? Indizien dafür gibt‘s: Die kleine Siegesserie zuletzt weckte neues Selbstvertrauen. Jetzt geht‘s ab nach Bittenfeld: Ein Duell, in dem sich die Ballwerfer aus dem Täle etwas ausrechnen. Stark gehandicapt geht der stark abstiegsgefährdete TSV Weilheim ins Heimspiel mit dem Tabellenvierten SG Schorndorf.

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Lenningen/Weilheim. Frühlingsgefühle bei den Handballern der SG Lenningen. Nach einem schwachen Start zum Jahresbeginn, erwachen nun die Handballgeister. Die Miniserie mit Siegen über den TSV Alfdorf und den VfL Waiblingen II soll im Gastspiel beim TV Bittenfeld II ausgebaut werden. Die Gastgeber standen bis zum 13. Februar auf einem Aufsteigerplatz. Dann verloren sie das Nachholspiel gegen die SG mit 31:34 und mussten in Folge vier Niederlagen einstecken. Zuletzt, gegen die HSG Ostfildern, bei der 27:32-Niederlage fehlten die Stammspieler Jens Baumbach, Patrick Kleefeld und Cedric Coudoro. Kleefeld spielt jetzt in der ersten Mannschaft und, Coudoro ist noch für ein Spiel gesperrt. Die TVB-Zweitbundesligareserve verfügt jedoch über ein großes Spielerreservoire und kann aus dem Vollen schöpfen. Die SG kann das nicht. So wird heute der zuletzt so starke Jochen Leitner fehlen. Er ist zu einem schon länger geplanten Südamerika-Aufenthalt aufgebrochen, steht aber in den letzten SG-Spielen gegen Hohenacker und Stetten wieder zur Verfügung. Über die mannschaftliche Geschlossenheit will Lenningen diesen Ausfall kompensieren.

„Wir haben gezeigt, dass wir spielerisch mithalten können“, betont SG-Coach Holger Kiedaisch, „in Bittenfeld müssen wir den Schwung vom Waiblingen-Spiel mitnehmen“. Ziel ist, vor dem letzten Saisonspiel in Stetten nicht mehr in die Abstiegszone zu rutschen (heute: 17 Uhr, Gemeindehalle Bittenfeld).

Der TSV Weilheim trifft heute um 20 Uhr vor heimischem Publikum auf die SG Schorndorf. Zwar gehen die Gäste als Tabellenvierter als Favorit in diese Partie, an Geschenke in Form von zwei Punkten denkt man in Weilheim dennoch nicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt: Noch hat sich der TSV Weilheim nicht aufgegeben. Bis zum letzten Saisonspiel wollen die Spieler alles geben und sich nicht „abschlachten“ lassen, um eventuell doch noch in die Relegation zu gelangen. Ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer. Heute Abend um 20 Uhr geht‘s gegen den Tabellenvierten SG Schorndorf – ein Spiel, in dem die Limburgstädter etwas gut zu machen haben: Im Hinspiel lag man lange Zeit in Führung, doch mit zunehmender Spieldauer gelang es nicht mehr, den Rückraum der SG zu kontrollieren. Letztendlich setzte es eine 27:30-Niederlage. Solcher Art Spielverlauf zog sich wie ein roter Faden durch die Saison. In der ersten Hälfte können die Weilheimer mit nahezu jeder Staffel-2-Mannschaft mithalten, im zweiten Durchgang schwinden dann stets die Kräfte, was zu Ballverlusten im Angriff und Zeitstrafen in der Abwehr führt. Ein Teufelskreis – und das Resultat einer zu dünnen Personaldecke. Auch heute wird es auf der Weilheimer Bank nicht sehr eng werden: Volker Allgaier fällt aus, Timo Klein ebenso (bis Saisonschluss), Jürgen Rödigs Einsatz ist fraglich. Die Verletzung von Fabian Zettl am Knie stellte sich hingegen als weniger dramatisch heraus, er kann mitspielen. döl/tk

SG Lenningen: Attinger, Born, S. Lamparter; Austen, Braunwarth, Brugger, Haid, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Renz, Schwohl, Wald, Wiesinger.

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum, Zettl, T. Sigel, Seyferle, Mauch, Schill, Bachofer, Auweter, S. Sigel, Bächle.