Lokalsport

Der Bruder gibt Tipps

KIRCHHEIM Basketball war schon immer ein wichtiger Teil im Leben der Familie Wysocki: Schon Kevins Vater war Basketball-Profi, spielte unter anderem für Gießen in der Bundesliga. So wurde dessen Söhnen Konrad und Kevin das Basketball-Talent quasi in die Wiege gelegt. Und so wundert's auch keinen, dass die Wysocki-Brüder ihren sportlichen Weg konsequent weiterverfolgen. Während Konrad (25) in Ulm bereits sehr erfolgreich in der ersten Liga spielt und dieses Jahr sogar beim All-Star-Game am vergangenen Samstag für das Süd-Team auflaufen durfte, gehört sein jüngerer Bruder (20) zu den talentiertesten Nachwuchsspielern seines Jahrgangs und den VfL Kircheim Knights an.

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Mit drei Jahren fing Kevin damit an, den Ball durch die Reuse zu werfen. Später profitierte er sehr davon, einen Bruder mit Erfolg auf nationaler Ebene zu haben. "Das hat nur Vorteile. Wir verstehen uns sehr gut und reden täglich über Basketball und die Welt. Wir bauen uns gegenseitig auf und motivieren uns vor den Spielen", beschreibt Kevin das, was regelmäßig familienintern abläuft.

In seiner noch jungen Laufbahn kann Kevin schon mehrere Vereins-stationen vorweisen. So spielte er von 2000 bis 2003 für den VfB Gießen. Danach wechselte er für ein Jahr an die Christ School und an die Sauren Heart Highschool in den USA. Zurück in Deutschland, heuerte er von 2005 bis 2006 bei den Soba Dragons Rhöndorf an, bevor er nach Mönchengladbach wechselte. In der Saison 2006/07 erhielt er die Nominierung für die U20-Nationalmannschaft, der er seitdem angehört.

Seit 2007 ist Kevin Wysocki im Kader der EnBW Ludwigsburg und spielt, ausgestattet mit einer Doppellizenz, zugleich für die Kirchheim Knights. Kevins Leben als Kooperationsspieler verläuft selten stressfrei, da er erstens viel Auto fahren und sich zweitens gleich zwei Trainern anpassen muss. Kevin hat sich für diesen Doppelweg allerdings ganz bewusst entschieden. Nun hat er die besten Voraussetzungen, sich als Spieler optimal weiterzuentwickeln.

Knights-Coach Pat Elzie fand Wysockis Entscheidung gut. "Für junge Spieler ist es wichtig, dass sie viel spielen und gut trainieren. Kevin ist sehr talentiert und wir sind froh, dass wir ihn haben. Ich bin überzeugt, er wird noch ein ganz wichtiger Faktor im Kampf um den Aufstieg werden."

Nach seiner regelmäßigen Basketball-Ausbildung bekommt Kevin Wysocki derzeit auch noch eine schulische Ausbildung: Im Berufskolleg Stuttgart strebt er das Abitur und eine kaufmännische Ausbildung im Sportbereich an. So sind die Tage Wysockis recht ausgefüllt kaum Zeit für weitere Hobbys. Kevin, für den die aktuelle Saison bei den Knights vor allem im Zeichen des Lernens und Erfahrung sammeln steht, sieht darin aber kein Problem. Wer hohe Ziele hat, muss halt hart (an sich) arbeiten . . .

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Kevin relativ zufrieden. "Ich bin etwas langsam aus den Startlöchern gekommen, habe mich dann aber schnell gesteigert und spiele im Moment auf einem guten Level", sagt er und findet's "super, auf dem ersten Tabellenplatz zu stehen." In Kirchheim gefällt's ihm.

Für seine Zukunft hat Kevin Wysocki diese Pläne: "Ich möchte mit dem Sport so viel Geld verdienen, dass ich danach keine finanziellen Sorgen mehr haben muss. Außerdem möchte ich meine aktive Karriere später als bekannter Spieler beenden."

Zukunftsmusik.