Lokalsport

Der Eichert im Brennpunkt

Ob gute oder schlechte Zeiten Die Derbys in der Bezirksliga zwischen dem TSV Notzingen und dem TSV Jesingen haben immer ihren besonderen Reiz. Zumindest aus der Sicht der beiden Teckvereine. Doch diesmal will offensichtlich keiner gewinnen. Claus Maier und Klaus Müller, die beiden Trainer sind sich praktisch einig: "Unser Ziel ist es, zumindest einen Punkt zu holen."

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Noch keine Entspannung zeichnet sich bei der Personalsituation des TSV Notzingen ab. "Wir werden vermutlich auch am Sonntag ohne Auswechselspieler auskommen müssen", meint Trainer Claus Maier. Der ohnehin kleine Kader hat wohl erneut vier Ausfälle zu verkraften. Aus der so erfolgreichen zweiten Mannschaft in der Kreisliga B gibt es zudem kaum Hoffnung auf Verstärkung. Maier: "Diese Spieler sind nicht so richtig motiviert, sich bei der ersten Mannschaft auf die Bank zu setzen." Maier hat überdies noch an den "Altlasten" der vergangenen Saison zu knabbern: "Da gibt es in Zukunft noch viel aufzuräumen." Immerhin: Die letzten beiden Punktspiele haben die Notzinger gewonnen und sich dadurch ins Mittelfeld absetzen können. Maier: "Zum Glück für uns, denn Notzingen ist sicher keine Mannschaft für den Abstiegskampf."

Auch der TSV Jesingen holte sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. Eine Bilanz, die zufrieden stimmt. Doch auch in den Lehenäckern kursiert die "Seuche." Gleich vier Vollblutstürmer fielen zuletzt aus. Jüngstes Opfer ist Michael Thon, der sich am vergangenen Sonntag gegen den SV Göppingen verletzte. Dabei war der 28-Jährige zuletzt in Topform. Trainer Klaus Müller verfügt zwar über einen 20-Mann-Kader, muss jedoch gleich vier angeschlagene Spieler im Sturm ersetzen. Trotzdem ist der Jesinger Übungsleiter zuversichtlich für den weiteren Saisonverlauf: "Mit unserem Kader müsste ein Platz unter den ersten Sechs möglich sein."

Der TSG Zell hingegen wird seine "Rote Laterne" nicht los. Zells Spielleiter Andreas Wohlleben vor dem Nachbarschaftsduell gegen Boll: "Realistisch gesehen haben wir keine Chance. Für uns ist es daher ganz einfach. Wir können nur gewinnen." Mit dem neuen Coach Gaetano Intemperante sind die Zeller bisher zufrieden. Jetzt muss die Mannschaft nur noch umsetzen, was im Training einstudiert wurde. Sechs Punkte hat der SC Geislingen bereits Vorsprung vor der Konkurrenz aus Boll und Göppingen. Die Kicker aus dem Eybacher Tal sind echte Minimalisten. Sechs der sieben Spiele gewann der Landesliga-Absteiger mit nur einem Tor Unterschied. Mit 20 erzielten Treffern holte der Sportclub 31 Punkte. Noch immer ist die Mannschaft von Trainer Achim Feyl ungeschlagen. Lediglich beim 1:1 in Grötzingen reichte es nicht zu einem Sieg. Am Sonntag gastiert der Tabellenführer beim SV 1845 Esslingen. Die Ergebnisse der letzten vier Begegnungen der Kreisstädter: 0:5, 8:3, 0:3, 0:4. Launischer geht's fast nicht mehr.

Seit sieben Spielen ist der TSV Deizisau ungeschlagen. Der Aufsteiger, der über die Relegation gegen die SGEH den Sprung in die Bezirksliga schaffte, hat bisher lediglich gegen den TSV Boll (1:3) verloren. Am Sonntag kommt der TKSV Geislingen an die B10. Der TSV Neckartailfingen hat die letzten drei Spiele gewonnen und will seine erfolgreiche Serie am heimischen Aileswasen gegen den SSV Göppingen fortsetzen. Der SV Göppingen hat nach wie vor Ambitionen auf den Aufstieg. Zumindest die Relegation ist unter dem Hohenstaufen das Ziel. Gegen den TSV Grötzingen ist daher ein Sieg Pflichtaufgabe.