Lokalsport

Der Gesamtsieg für Henzler/Bergmeister rückt näher

Die Porsche-Werksfahrer bauen ihren Vorsprung im GT2-Klassement der ALMS auf sieben Punkte aus

Das Flying Lizard Team mit den Porsche-Werksfahrern Wolf Henzler (Zizishausen) und Jörg Bergmeister (Langenfeld) ist in der GT2-Serie der American Le Mans Serie (ALMS) weiter das Maß der Dinge. Im siebten Lauf genügte der zweite Tagesplatz, um die Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen.

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EBERHARD STRÄHLE

Elkhart Lake. Zur Rennstrecke Road America im US-Bundesstaat Wisconsin reisten Henzler/Bergmeister als GT2-Tabellenführer mit dem hauchdünnen Vorsprung von vier Pünktchen an. Am Ende wurden daraus sieben – der Gesamtsieg rückt immer näher. Das frühe Anreisen hatte sich ausgezahlt. „Ich war schon am Donnerstag an der Rennstrecke“, berichtete der Schwabe.

Das abschließende Qualifying fuhr Jörg Bergmeister – er stellte den Porsche mit einer Zeit von 2,06.415 Minuten auf den dritten Startplatz hinter den Ferrari-Piloten Dominik Farnbacher/Dirk Müller (2,06.083) und Mika Salo/Jaime Melo. Gesamtschnellste im knapp über 30 Wagen umfassenden Feld waren Lucas Luhr/Marco Werner im dieselbefeuerten Audi-R10-TDI Sportwagen. Ihre Rundenzeit betrug 1,46.935 Minuten.

Bergmeister übernahm den ersten Stint im Vier-Stunden-Rennen auf der 4,040 Meilen langen Rennstrecke. Nach einigen Umläufen passierte er bereits den Ferrari von Mika Salo, als Simon Pagenaud seinen Honda-Acura-P2-Prototypen in einen Reifenwall setzte und die erste Gelbphase hervorrief. Bergmeisters anschließende Attacke auf den führenden Ferrari war zwar von Erfolg gekrönt, doch dann fiel das Lizard-Team wieder auf Platz sechs zurück: An der vorderen rechten Radaufhängung fehlte ein Sicherungsbolzen – das Missgeschick verursachte eine langsame Runde und einen weiteren Boxenstopp. Bedingt durch weitere Gelbphasen wurde der schnelle Porsche mit der Startnummer 45 dann aber wieder bis auf Platz zwei gespült. Nach genau zwei Stunden stieg Henzler ins Cockpit.

Nun entstand ein beinharter Kampf zwischen Ferrari und Porsche. 90 Rennminuten standen noch aus, als Jim Tafel mit seinem Ferrari in einen Unfall verwickelt wurde und eine weitere Gelbphase auslöste, die alle Lizard-Piloten nochmals zum Tanken nutzten. Wolf Henzler fuhr als Erster wieder raus und wartete auf die erneute Freigabe des Rennens. Durch die vielen Tankstopps der Piloten war die Reihenfolge der sechs erstplatzierten Teams immer wieder durcheinandergewürfelt worden.

Henzler, an Position drei liegend, profitierte letztlich von einem Abflug Dirk Werners. So wurde er noch Zweiter.

In knapp zwei Wochen starten Henzler/Bergmeister in ihrem Porsche 911 GT3 RSR beim achten ALMS-Lauf im kanadischen Bowmanville.

LMP1 & LMP2 Sportwagen: 1. Lucas Luhr/Marco Werner, Audi R10 TDi, 2. Marc Fässler/Emanuele Pirro, Audi R10 TDi, beide 102 Runden

GT2-Klassement: 1. R. Westbrook/Dirk Werner/B. Miller, Porsche 911 GT3 RSR, 2. Wolf Henzler/Jörg Bergmeister, Porsche 911 GT3 RSR, 3. Dominik Farnbacher/Dirk Müller, Ferrari F 430 GT, 4. J. van Overbeek/Patrick Pilet, Porsche 911 GT3 RSR, alle 96.

GT2-Klassement, Gesamtwertung: 1. Wolf Henzler, Jörg Bergmeister, beide Flying Lizard Team, beide 122 Punkte, 3. Dirk Müller, Dominik Farnbacher, beide Tafel Team, beide 115 Punkte.