Lokalsport

Der Meister ist wieder da

Mit unbändigem Siegeswillen bezwangen die Basketballer des VfL Kirchheim am Samstag die KGJ Schwenningen klar mit 88:75 (46:35). Dabei war der amtierende Pokalsieger aus dem Schwarzwald mit diesem Ergebnis noch gut bedient.

KIRCHHEIM Das beste Saisonspiel der Kirchheimer veranlasste Coach Theo Leftakis nach der Partie zu einem kleinen Stoßseufzer: "Die Katastrophe vom Saisonbeginn ist vorbei." Denn nach einem holprigen Rundenstart, der dem Meister der Regionalliga Südwest/Süd neben 4:3-Siegen auch allerhand Zweifel brachte, könnte der Sieg gegen die KGJ Schwenningen der Beginn einer neuen Ära sein. Vor allem war es aber die Geburt einer Mannschaft. Waren bei den knappen Niederlagen gegen Rastatt-Rheinau, Karlsruhe und Stuttgart nur Einzelteile der Mannschaft zu sehen, trumpfte nun ein echtes Team auf.

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Wie der VfL am Samstag über die Gäste hinwegfegte, könnte Spuren bei den Schwarzwäldern hinterlassen haben, konnten sie doch froh sein, dass es am Ende nur 88:75 stand. Zweimal war der Aufsteiger in Führung 2:0 und 5:3 (2.). Die restlichen 38 Minuten regierte der VfL in der Sporthalle Stadtmitte vor über 800 begeisterten Zuschauern.

Die Mischung aus neuer Begeisterung, totaler Konzentration und Disziplin machte den VfL so stark. Zudem eine Abwehr, der man getrost Zweitligaformat attestieren konnte. Bemerkenswert auch, was Kai-Uwe Kranz mit Schwenningens Star Sean Hampton anstellte. Neun Punkte gestattete er dem Liga-Topscorer (31 Punkte pro Spiel) bis zur 37. Minute. Schon nach fünfeinhalb Minuten wechselte KGJ-Coach Alen Velcic seinen Anführer aus Hampton machte einfach keinen Stich. Kranz: "Ich wusste, wenn ich schlecht verteidige, macht er uns fertig. Dann kann er 50 Punkte machen."

Anschließend zog der VfL auf 23:14 davon. Der einzige Dreier, zeitgleich mit dem Ertönen der Pausensirene von Hampton erzielt, ergab das 23:17. Kurz nach Beginn des zweiten Viertels stockte die VfL-Offensive. Acht Punkte des energiegeladenen James Hayden halfen dem VfL aus dieser Phase (31:26, 14.). Die einzige Sorge, die der Gastgeber zur Pause beim Stande von 46:35 hatte: Wann fangen die anderen Kirchheimer an zu punkten? Denn Ross Jorgusen und Hayden hatten 38 der 46 Punkte erzielt und dabei einen unglaublich hohen Aufwand betrieben. Kai-Uwe Kranz und Wilu Lenger sprangen für die beiden Amerikaner in die Bresche. Drei Dreier von Krenz zum 57:43 (24.) knackten den letzten Widerstand, sechs Punkte Lengers taten ihr Übriges. Das Viertel endete mit einem 10:0-Lauf zum 75:51.

Im letzten Viertel wechselte Leftakis munter durch, die Gäste kamen ein bisschen auf. Die Spieler hatten die Partie schon abgehakt, am Ende stand ein Vorsprung von 13 Punkten zu Buche. Leftakis störte es wenig: "13 Punkte sind ein gutes Polster." Zum Abschluss stieß er eine Drohung an die Liga aus: "Wenn wir in Zukunft noch etwas lockerer sind als heute, können wir noch viel viel besser spielen."

mad

VfL Kirchheim:

Bouwmeester (6), Bruck, Goehrke (2), Hayden (20/1), Jorgusen (30/2), Kranz (17/4), Lenger (8), Lukic (2), Reiter, Tsouknidis (3/1), Weiß.KGJ Schwenningen:

Buckenmaier (19), Kazakidis, Thiam (15/2), Buljan, Matongo (10), Narr (2), Makris (5/1), Hampton (17/1), Cvetkovic (7/1), Spöcker.Dreier:

8 (VfL), 5 (KGJ).Fouls:

20 (VfL), 22 (KGJ).Freiwürfe:

14:19 / 73,7 Prozent (VfL), 12:23 / 52,2 Prozent (KGJ). Viertel: 23:17, 23:18, 29:16, 13:24.Schiedsrichter:

Gichert (Leonberg) und Kolbe (Sindelfingen).Zuschauer:

820.