Lokalsport

Der SC als Favoritenschreck

Nach dem Sieg über Konstanz behält der Aufsteiger SC Weiler auch im zweiten Heimspiel der Volleyball-Regionalliga die Punkte zu Hause. Mit dem 3:0 über den TSV Schmiden wies der Sportclub gleich den zweiten Topfavoriten in die Schranken.

EBERSBACH Mit Pietsch, Baltovski und Kilgus standen drei ehemalige Bundesligaspieler im Aufgebot des TSV Schmiden. Beide Mannschaften begannen verhalten bis zum Stand von 5:5. Dann fiel dem Schiedsgericht auf, dass ein Spieler der Gäste nicht in der Mannschaftsliste aufgeführt war. Leidtragender war Christian Kilgus, der ausgewechselt werden musste. Schmidens brasilianischer Trainer kam dafür aufs Feld und übernahm die Spielmacherrolle. Doch die Schwächung der Gäste beflügelte nicht etwa den SCW, sie lähmte und löste beim TSV eine Trotzreaktion aus. Weiler machte sich das Leben selbst schwer und servierte immer wieder auf Schmidens stärksten Spieler. Beide Mannschaften hatten mehrere Satzbälle, bevor die Hausherren schließlich etwas glücklich den ersten Satz mit 30:28 für sich entschieden.

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Im zweiten Satz wurde der SCW stärker und Frank Stieper legte mit einer Aufschlagserie zum 5:0 vor. Der TSV offenbarte Probleme im Spielaufbau und bei der Ballabnahme. Ganz im Gegensatz zum SC Weiler, der jetzt immer sicherer wurde. Schmiden gefiel zwar im Angriff, doch dies war zu wenig an diesem Tag gegen eine Heimmannschaft, der im zweiten Satz fast alles gelang. Mit 25:11 wurde der Favorit regelrecht aus der Halle geschossen. Im dritten Satz hielt Schmiden nochmals dagegen, doch mit Aufschlagfehlern und Schwächen im Spielaufbau brachten sie Weiler immer wieder ins Spiel. In der Abwehr spielte der ehemalige Dettinger Siggi Funk eine ausgezeichnete Rolle als Libero. Der eingewechselte 18-jährige Youngster Michael Thumm gefiel am Schluss mit guten Aufschlägen. Der SC gewann den dritten Satz am Ende deutlich mit 25:15 vor 200 restlos begeisterten Zuschauern.

mk