Lokalsport

Der Spaß soll auch am 11.11. weitergehen

Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt die närrische Zeit - und für Verbandsligist VfL Kirchheim knapp dreieinhalb Stunden später ein heißer Tanz. Der Tabellenzweite plant, beim morgigen Spitzenspiel gegen den Titelfavoriten TSV Schwieberdingen erneut für Frohsinn unter der Teck zu sorgen.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Wer als Zuschauer Spaß haben will, kommt angesichts der aktuellen Kirchheimer Kickerkunst auf seine Kosten. In der Tat ist es bemerkenswert, wie sich das Team von Trainer Michael Rentschler nach dem aufgrund des Spielverlaufs deprimierenden 0:1 in Dorfmerkingen präsentiert hat. Dem ärgerlichen Flop im Ostwürttembergischen vor zwei Wochen folgte eine regelrechte Leistungsexplosion. Besonders auffallend: Die Teckstädter scheinen langsam aber sicher ihre Abschlussschwäche beigelegt zu haben. Zwar gab es auch bei den Erfolgen über die TSG Balingen (2:0) sowie in Laupheim (3:1) und Ludwigsburg (2:1) einige versiebte Hochkaräter, doch sieben Treffer aus drei Spielen gegen alles andere als Liga-Leichtgewichte zeugen von einem gewaltigen Fortschritt in der Offensive.

Der Aufschwung soll auch gegen den TSV Schwieberdingen anhalten. Bei den Gästen hält sich die gute Laune momentan in Grenzen. Vor allen Dingen deshalb, weil es weder in der Partie gegen den SV Fellbach, noch im darauffolgenden Match gegen den FV Illertissen den jeweils erwarteten Heimerfolg gab. Beide Begegnungen endeten 2:2, die Schwieberdinger mussten die Tabellenführung an die SpVgg Au abgeben und fielen sogar hinter den VfL auf Platz drei zurück. Trotzdem: Ein Zeichen von Schwäche sind diese Resultate nur bedingt, denn immerhin ist der TSVS seit acht Spielen unbesiegt. Die einzige Pleite der laufenden Runde setzte es am 8. September beim Lokalrivalen TSF Ditzingen (1:4).

Die VfL-Verantwortlichen rechnen morgen mit rund 400 Zuschauern bei der Spitzenpartie des 12. Spieltages. Motivation genug also für das Team von Michael Rentschler, beim derzeitigen Zwischenspurt in der Liga noch einen Zahn zuzulegen. Die Perspektiven sind in der Tat verlockend: Gelingt ein Sieg, hätten die Kirchheimer ein Vier-Punkte-Polster gegenüber den Schwieberdingern und würden bei einer Niederlage der Auer in Ditzingen sogar die Tabellenspitze übernehmen.

Wer die Kirchheimer Protagonisten beim möglichen Gipfelsturm sind, steht noch nicht in allen Fällen fest. Innenverteidiger Mario Grimm ist weiter angeschlagen, der Einsatz des in Ludwigsburg mit Leistenbeschwerden ausgewechselten Abwehrspielers Andreas Mayer ist ebenfalls fraglich. Im Angriff stellt sich für Michael Rentschler vor allen Dingen die Frage, ob er mit einer Doppelspitze (Santos Araujo/Feriz Meha) agieren oder es zunächst bei einem verstärktem Mittelfeld belassen soll.

Egal wie sich der VfL-Coach entscheidet: Es werden beim Anpfiff um 14.30 Uhr elf Kirchheimer Akteure auf dem Feld stehen, bei denen die Punkte-Sammelleidenschaft ausgebrochen ist. Das kann nicht schaden.

Mögliche VfL-Aufstellung:

Gühring Eisenhardt (Fuchs), Grimm, Er, Siopidis Alban Meha, Polat (F. Meha), Heilemann, Raspe, Isci Santos Araujo.