Lokalsport

Der Spielestress nimmt einfach kein Ende

Keine Atempause für den TTC Frickenhausen: Nach den drei Begegnungen der letzten Woche gibt's jetzt einen Doppelpack: Im Viertelfinale des ETTU-Cups empfängt das Team von Trainer Qiu heute Abend den französischen Club SMEC Metz, am Sonntag stellt sich Bundesliga-Schluss-licht TSC Schwalbe Tündern in Frickenhausen vor.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Die vergangene Woche hatte es für den TTC Frickenhausen in sich: Zwei Bundesliga-Kracher gegen Grenzau und Düsseldorf standen auf dem Programm, dazwischen eine 14-stündige Reise in das türkische Adana, um sich gegen Masa Tenisi Ihtisas SK im Schnellverfahren für das Viertelfinale des ETTU-Cups zu qualifizieren. "Die Spieler haben die Strapaze gut verkraftet", sagt Manager Christoph Reuhl, "anstrengender als das Spiel in Adana war der Reisestress."

Anstrengend geht es in dieser Woche weiter. Im ETTU-Cup trifft der TTC heute vor heimischer Kulisse auf den französischen Club SMEC Metz, in dessen Reihen mit Philippe Saive ein alter Bekannter spielt. Der Belgier verdiente seine Brötchen lange Zeit in der Bundesliga, unter anderem bei Düsseldorf, Jülich und auch zwei Jahre in Frickenhausen. Ihm zur Seite stehen der Abwehrspezialist Panagiotis Gionis und die französischen Profis Ludovic Remy und Hervé Reiland. "Es ist zwar nicht leicht, eine Prognose abzugeben", weiß TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann, "aber alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung." Gründe für die Favoritenstellung sieht der Präsident in der spielerischen Überlegenheit seines Teams und auch in dem Erfahrungswert, dass Ma Wenge und Jens Lundquist mit Abwehrspielern sehr gut zurechtkommen.

Im Halbfinale könnte der Täles-Club auf Würzburg treffen vorausgesetzt, die Franken setzen sich gegen den portugiesischen Club Desportivo Sao Roque durch.

Am Sonntag kommt Bundesliga-Schlusslicht TSV Schwalbe Tündern nach Frickenhausen. Die Mannschaft um den 17-jährigen Dimitrij Ovtcharov konnte in dieser Saison zwar erst zwei Punkte für sich verbuchen, hat jedoch in Gönnern bei der äußerst knappen 4:6-Niederlage bewiesen, dass sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Vor allem der junge Ovtcharov, der Grujic und Baum mit 3:0 von der Platte schickte, könnte am hinteren Paarkreuz für reichlich Wirbel sorgen. Doch auch hier sieht der Präsident sein Team in der klaren Favoritenrolle. "Mit einer gesunden Portion kontrollierter Angriffslust müsste auch diese Aufgabe zu lösen sein."

Danach ist für die Akteure die Weihnachtspause immer noch nicht in Sicht. Eine Woche vor Weihnachten wird in Dillenburg die Deutsche Pokalmeisterschaft ausgetragen. "Bis dahin müssen wir noch konzentriert arbeiten", sagt Manager Reuhl, "danach haben wir uns alle die Pause redlich verdient."

TTC-Heimprogramm

ETTU-Pokal, Viertelfinale: TTC SMEC Metz (heute, 19.30 Uhr)Bundesliga: TTC - TSV Schwalbe Tündern (Sonntag, 16.30 Uhr/beide Sporthalle auf dem Berg).