Lokalsport

Der TSV steigt angeschlagen in den Ring

Nicht immer hält die Praxis, was die Papierform verspricht. Weil diese Binsenweisheit auch in Lenningen bekannt ist, zählt beim Landesliga-Spitzenreiter aus dem Täle vor der Partie am Montag gegen Wolfschlugen nur eine Devise: Den Gegner bloß nicht unterschätzen.

BERND KÖBLE

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LENNINGEN Es ist ein Kontrahent, der zweifellos schwer auszurechnen ist. Die zweite Garnitur der "Hexenbanner" reist mit einem Mix aus jungen Spielern und erfahrenen Kämpen zum Liga-Primus nach Lenningen. Mit Marc Handte, Christoph Knapp, Uli Vogt und Sebastian Wesche hat der TSV Wolfschlugen gleich vier Akteure mit Oberliga- und Verbandsligaerfahrung in seinen Reihen. Darum gruppiert sich ein Quintett aus talentierten Nachwuchskräften, die in der vergangenen Saison in der A-Jugend das Trikot überstreiften. Eine Mischung, der es bisher noch an der nötigen Homogenität fehlt: 4:6 Punkte aus den vergangenen fünf Spielen und die jüngste 27:31-Niederlage gegen Wernau haben dafür gesorgt, dass der TSV nicht gerade mit stolz geschwellter Brust unterm Wielandstein aufkreuzt.

Doch angeschlagene Gegner sind gefährlich, das weiß auch Lenningens Trainer Hans Hahn, der seine Truppe vor dem Feiertagsspiel in Hab-Acht-Stellung zwängt, damit die Festtagslaune am Ende nicht im Katzenjammer endet. Schließlich stehen für die SG im ersten von drei aufeinander folgenden Heimspielen mehr als nur zwei Punkte auf dem Spiel. Am kommenden Wochenende muss mit der HSG Weinstadt das bereits weit abgeschlagene Schlusslicht den Gang ins Lenninger Tal antreten und am Samstag darauf kann die Hahn-Sieben im Spitzenspiel gegen den Verfolger aus Plochingen erneut auf einen Heimvorteil bauen. Gelingt es der Mannschaft, an die Leistung gegen Unterensingen anzuknüpfen und das Heimrecht in Punkte umzumünzen, wäre das Gipfelglück vermutlich von längerer Dauer. Davon kann bisher keine Rede sein, denn noch herrscht in der Landesliga-Tabelle der Staffel zwei enges aneinander Kuscheln. Den Spitzenreiter und den Tabellenfünften aus Weilheim trennen zur Stunde gerade mal zwei Punkte.

Für Hans Hahn jedenfalls gibt es gute Gründe, an der in Unterensingen erfolgreichen Formation festzuhalten und Experimente seinen Kollegen zu überlassen. Lediglich Volker Schwohl, der nach seiner hartnäckigen Schulterverletzung bisher nur kurz zum Einsatz kam, soll gegen Wolfschlugen mehr Spielanteile erhalten (Montag 17 Uhr, Sporthalle Lenningen).

SG Lenningen:

S. Lamparter, Tombrägel; Braunwarth, Gökeler, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, Wiesinger.