Lokalsport

Derbysieg bestätigen, Derbypleite tilgen

Handball-Bezirksliga: TSV Weilheim bei heimstarken Dettingern – VfL erwartet Schlusslicht

Selbstbewusstsein hier, Ernüchterung da: Nach dem Lokalderby vergangenen Samstag sind Sieger TSV Weilheim und Verlierer VfL Kirchheim heute schon wieder gefordert. Siege sind dabei jeweils fest eingeplant.

So freuen sich Derbysieger - ob Weilheims Keeper Bernhard Illi (re.) und Patrick Auweter auch heute in Dettingen Grund zum Jubel
So freuen sich Derbysieger - ob Weilheims Keeper Bernhard Illi (re.) und Patrick Auweter auch heute in Dettingen Grund zum Jubeln haben? Foto: Genio Silviani

Kirchheim/Weilheim. Besser hätte es für den TSV Weilheim am vergangenen Wochenende nicht laufen können. Vor ausverkaufter Kulisse schlugen die Limburgstädter bekanntlich Lokalrivale VfL Kirchheim mit 33:25. Den Schlüssel zum Erfolg sah TSVW-Trainer Alen Dimitrijevic in der guten Chancenauswertung: „Wir hatten über die gesamte Spieldauer nur wenige Fehlwürfe.“

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Der Derbysieg war zugleich Wiedergutmachung für die Niederlage gegen die SG Lenningen und soll dem Weilheimer Willen nach heute bestätigt werden, wenn der Tabellendritte um 17.45 Uhr beim siebtplatzierten TSV Dettingen/Erms II gastiert. Die Dettinger erwiesen sich im Hinspiel allerdings als unangenehmer Kontrahent. Gegen die offensive Abwehrformation tat sich der TSVW beim 19:16-Sieg lange schwer. Zudem spielen die Dettinger in eigener Halle stets einen Tick besser als auswärts.

Fehlen wird den Weilheimern auf jeden Fall der langzeitverletzte Marcel Steinke. Ob Bernhard Bendl nach seinen Schulterproblemen wieder einsetzbar ist, steht noch nicht fest.

Während die Weilheimer nach dem Sieg gegen Kirchheim mit breiter Brust gen Ermstal fahren, sind die ernüchterten VfL-Handballer heute ab 19.30 Uhr vor heimischer Kulisse gegen den SKV Unterensingen II gefordert. Gegen den Tabellenletzten gilt es, wieder zu alter Stärke zurückzufinden und den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga zu halten.

Die Enttäuschung stand allen Kirchheimer Akteuren nach der Pleite in Weilheim ins Gesicht geschrieben. Zeigte man doch ausgerechnet im Lokalderby die bislang schlechteste Saisonleistung. Schwacher Trost: Gegen die Württembergliga-Reserve aus Unterensingen haben die Kirchheimer heute zumindest auf dem Papier eine leichtere Aufgabe zu bewältigen. Dennoch sind sich die Kirchheimer bewusst, dass man den heutigen Gast keineswegs unterschätzen darf. Zumal gegen das Tabellenschlusslicht eine Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen notwendig ist, um erfolgreich zu sein, vor allem in der Defensive. Darüber hinaus hat sich der SKV im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben. Bereits beim 33:24-Erfolg des VfL in der Hinrunde zeigten die Unterensinger Moral. Eine Neun-Tore-Pausenführung der Teckstädter schrumpfte damals in der zweiten Hälfte zwischenzeitlich auf zwei Tore Vorsprung, ehe der VfL die Kontrolle wieder übernehmen konnte.

Für das heutige Spiel steht VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil – abgesehen von Klaus Adelhelm, der an einer Fußverletzung laboriert – der gesamte Kader zur Verfügung.pa/ol

TSV Weilheim: Mayer, Illi – Banzhaf, Seyferle, T. Sigel, F. Zettl, Klett, Braun, Hartmann, Auweter, S. Sigel, Klein Bendl (?)

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel – S. Latzel, Sadowski, M. Mikolaj, Kapp, Weber, J. Mikolaj, Späth, Schwarzbauer, Eisele, Keller, Schafhitzel, Rudolph, Pradler