Lokalsport

Dettinger mit Handicaps

Nach dem sechsten Durchgang der Segelflug-Bundesliga sind die beiden Teckvereine auf den Plätzen acht und zehn platziert.

KIRCHHEIM/DETTINGEN Wieder einmal zeigte sich, dass man es als Segelflieger besser hat, wenn man im Süden Deutschlands ansässig ist. Denn in Bayern und Baden-Württemberg war es vergangenes Wochenende trotz Regenvorhersage möglich, Streckensegelflug zu betreiben.

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Für die Fliegergruppe Wolf Hirth ging der "alte Hase" im Streckensegelflug, Albert Kießling, in die Luft. Er flog an der Albkante entlang, von wo aus er dann direkt in den Schwarzwald flog. Dort stieg die Basishöhe auf über 2000 Meter über Meeresniveau. Als er am Ende des Schwarzwaldes angekommen war, flog er zurück auf die Alb, machte dort noch einige Kilometer und landete nach 464 Kilometer wieder auf der Hahnweide. Teamkollege Horst Heimann flog seinen letzten Wertungstag auf der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft 2007 in Aalen und wurde am Ende Gesamt-Sechster. Mit diesem Ergebnis kann er auf eine Teilnahme bei den deutschen Meisterschaften hoffen. Am Samstag flog auch Anna Lässing. Sie flog eine Strecke von 274 km: der Albkante entlang bis in den Schwarzwald und zurück. Damit erflog sie einen Bundesligaschnitt von 68.69 km/h. Horst Heimann schaffte eine Durchschnittsgeschwindigkeit innerhalb der zweieinhalb Stunden von 79.42 km/h; Albert Kießling war der beste im Bunde mit einem Schnitt von 85.77 km/h.

Damit holte sich die Fliegergruppe Wolf Hirth Vorstand und einige Mitglieder der Fliegergruppe Wolf Hirth weilten übrigens zeitgleich beim französischen Partnerverein Pont saint Vincent, der sein 75-jähriges Jubiläum feierte mit einem 13. Platz weitere acht Punkte und rangieren nun auf Platz acht.

Ohne die Leistungsträger Andreas und Frieder Belz konnte die Dettinger Fliegergruppe bei den schlechten Wetterbedingungen des Pfingstwochenendes nur einen Tages-Punkt holen. Da Andreas Belz in der Pfingstwoche am DM-Qualifikationswettbewerb teilnahm und darüber hinaus seinen Vater als Helfer engagiert hatte, mussten beide passen. Zudem hatte die Fliegergruppe das Problem, dass ihr Platz am Samstag noch zu aufgeweicht war durch die vorangegangenen Regenschauer. So konnten am Pfingstmontag lediglich Michael Kapp und Ulrich Häfner für wertbare Flüge sorgen. Dabei wurden über der Alb Strecken von rund 200 km erflogen.

Die für die Bundesliga entscheidenden Schnittgeschwindigkeiten lagen dabei bei 70 km/h. Im Vergleich zu den Tagsbesten aus Blaubeuren, die Schnitte von knapp 110 km/h erflogen, war das zu wenig. In der Gesamtwertung liegt Dettingen auf Platz zehn.

il