Lokalsport

Deutscher Vierfach-Erfolg zum Abschied

Segelfliegen Lokalmatadoren sorgen am Samstag für ein starkes Finale beim 52. Hahnweidewettbewerb.

Letzter Auftrieb am Samstag: Die Hahnweide-Organisatoren können mit der Woche zufrieden sein.Foto: Jean-Luc Jacques
Letzter Auftrieb am Samstag: Die Hahnweide-Organisatoren können mit der Woche zufrieden sein.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Die Landung des Briten Lee Davidson, der sein Flugzeug am Samstag um 18.21 Uhr auf die Graspiste der Hahnweide setzte, markierte den Schlusspunkt des 52. Hahnweide-Segelflugwettbewerbs. Im Finale trumpften die Lokalmatadoren nochmal richtig auf. In allen vier Klassen holten sich deutsche Piloten den Tagessieg, zweimal von Mitgliedern der Fliegergruppe Wolf Hirth. Davor standen erneut anspruchsvolle Aufgaben. Für die 15-Meter-, 18-Meter-, und die Doppelsitzerklasse ging es am letzten Renntag noch einmal auf die Schwäbische Alb. Die Piloten der offenen Klasse hingegen mussten einen Dreiecksflug rund um Stuttgart meistern. Die Distanzen vom Start über die Wendepunkte bis zur Ziellinie reichten je nach Klasse von 226 bis 503 Kilometer.

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Am Ende hatten in der 15-Meter-Klasse Maximilian Schäfer (FG Wolf Hirth) und Howard Jones aus Großbritannien punktgleich die Nase vorn. Sie verwiesen Sören Nölke vom FSV Sindelfingen auf Rang drei. Die Gesamtwertung gewann Robin Sittmann (AC Rhein/Nahe). Das Kirchheimer Team Maximilian Schäfer und Philipp Schulz belegte Rang zwei, Dritter wurde Howard Jones.

Den Tagessieg in der 18-Meter-Klasse holte sich Frank Schwerdtfeger (FSV Neustadt/Weinstrasse) vor dem Briten Michael Young und Wolf-Hirth-Pilot Mario Kießling. Die Tabelle führte schließlich Weltmeister Russel Cheetham aus Großbritannien an, auf Rang zwei und drei folgten die Franzosen Denis Guerin und Jean Denis Barrois.

Dass ein Doppelweltmeister der Offenen Klasse auch bei den vergleichsweise „kleinen“ Doppelsitzern mit 20 Metern Spannweite hervorragend abschneiden kann, bewies Wolf-Hirth-Pilot Holger Karow, der sich gemeinsam mit seinem Co-Piloten Hartmut Lodes nicht nur den letzten Tagessieg, sondern auch den ersten Platz in der Gesamtwertung holte. Der Belgier Yves Jeanmotte und sein Partner Kris Deconinck freuten sich über Rang zwei in der Tageswertung und in der Gesamtwertung. Die Schweden Markus Ganev und Thomas Jobs erflogen am letzten Renntag Rang drei. Den Bronzeplatz im Gesamtklassement bei den Doppelsitzern holten sich Martin Theisinger und Astrid Kittler von der Segelfluggemeinschaft Landau.

Sechs Wertungstage

Bei den Spannweitenriesen der Offenen Klasse flog Uli Schwenk mit seinem Co-Piloten Keith Gateley auf den ersten Platz und verwies die Franzosen Philippe de Péchy und Sylvain Gerbaud auf die Plätze. Insgesamt hatte in der Klasse Markus Frank (LSR Aalen) am Ende die Nase vorn. Er siegte vor den beiden Franzosen Eric Bernard und Philippe de Péchy. Insgesamt sechs Mal konnte die Wettbewerbsleitung um Reinhard Diez und Rainer Rauch das internationale Teilnehmerfeld innerhalb der acht Wettbewerbstage in die Luft schicken, um anspruchsvolle Strecken mit möglichst hoher Durchschnittsgeschwindigkeit zu absolvieren. Bei der Siegerehrung am Samstagabend dankte Diez den Teilnehmern, die durch ihren Sportsgeist den Hahnweidewettbewerb zu einem international angesehenen Event für Segelflieger machen. „Und bei allem sportlichen Ehrgeiz darf man nicht vergessen, dass der Spaß bei uns nicht zu kurz kommt“, so Diez. Weiterhin bedankte er sich bei alle Beteiligten, deren Einsatz eine solche Mammutveranstaltung mit 114 Teilnehmern, mehreren hundert Gästen und vielen Zuschauern überhaupt erst möglich macht. Ob Organisatoren, Startleiter, Schleppiloten, Auswerter oder Küchenhelfer, jeder leiste einen wichtigen Beitrag.

Mit der Karawane von Autos mit Segelfluganhängern, die gestern bei trübem Wetter die Hahnweide verließen, wurde es auf dem Kirchheimer Flugplatz wieder etwas ruhiger. Zumindest bis zum nächsten Wettbewerbstermin vom 25. Juni bis 1. Juli 2019.

Lars Reinhold