Lokalsport

Die Blauen düpieren den Meister

Bezirkspokalfinale: Colic und Kalfic ragen beim 5:2 aus einer starken VfL-Mannschaft heraus

Mission geglückt – Titelverteidigung gelungen. Mit einer starken kämpferischen wie spielerischen Leistung gelang dem VfL Kirchheim II gestern im Finale des Fußball-Bezirkspokalwettbewerbs ein 5:2 (3:0)-Erfolg gegen Bezirksligameister FC Heiningen. Ein Ergebnis, das in dieser Höhe zwar überraschte, aber völlig verdient war.

Bezirkspokal-Finale VfL Kirchheim 2 - HeiningenSieger VfL Kirchheim 2
Bezirkspokal-Finale VfL Kirchheim 2 - HeiningenSieger VfL Kirchheim 2

Wendlingen. Für die bereits als Meister und Aufsteiger in die Fußball-Landesliga feststehenden Heininger hätte es die Krönung einer imposanten Bezirksligasaison werden sollen. So, wie sich die Mannschaft von Coach Tobias Flitsch gestern auf dem Wendlinger Sportgelände im Speck präsentierte, war die Mission aber von vornherein zum Scheitern verurteilt. Flitsch: „Wir haben ohne die notwendige Aggressivität ge­spielt und nie die richtige Einstellung zum Spiel gefunden.“

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Voller Stolz präsentierte hingegen VfL-Coach Stefan Haußmann den Pokal: „Eine Titelverteidigung ist schon etwas Besonderes. Wir wussten um unsere Stärken und haben die Abwehrschwächen des Gegners durch konsequenten Druck und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ausgenutzt.“

Tatsächlich gelang den solchermaßen unter Druck gesetzten Heiningern erst in der 69. Minute die erste Torchance der Partie, mit der Maximilian Ziesche jedoch am gut aufgelegten Kirchheimer Keeper Serdar Kurt scheiterte. Zuvor hatte der VfL, immer wieder angetrieben vom quirligen Deni Kalfic und dem sehr umsichtig agierenden Josip Colic, quasi wie aus einem Guss gespielt und war bereits in der neunten Minute durch einen Abstauber von Kalfic in Führung gegangen. Nur fünf Zeigerumdrehungen später bediente Colic Antonino Singh, der mit einem Drehschuss aus sechs Metern Heiningens Torhüter Gianluca Lando keine Chance ließ.

Als Kalfic, wiederum von Colic bedient, nach einer knappen halben Stunde das dritte Tor gelang, war zur Überraschung der rund 550 Zuschauer in Wendlingen bereits eine Vorentscheidung zu Gunsten der Teckstädter gefallen. Auch nach der Pause ergab sich der FC Heiningen zunächst fast ohne Gegenwehr in sein Schicksal. Der überragende Colic, der nach der Partie vom Ausrichter zum Spieler des Finales gewählt wurde, schloss zwei sehenswerte Spielzüge mit zwei weiteren Treffern in der 57. und in der 64. Minute ab und machte damit den Sack vollends zu. Die Anschlusstreffer von Alexander Garcia (73., 88.) dienten in der fairen Partie lediglich noch der Ergebniskosmetik – zumal VfL-Coach Haußmann zu diesem Zeitpunkt bereits mit Caruana, Singh und Colic drei Leistungsträger auf die Bank beordert hatte.

Karl Stradinger, der Vorsitzende des Fußballbezirks Neckar-Fils war von dem Final-Four-Event begeistert: „Es war eine vom TSV Wendlingen sehr gut organisierte Veranstaltung, die mit insgesamt 800 Zuschauern am Donnerstag und 550 Finalgästen am Sonntag auch einen würdigen Rahmen hatte“, zollte Stradinger dem Gastgeberverein ein großes Lob. Stradinger weiter: „Der VfL hat überraschend deutlich, aber hoch verdient gewonnen.“

VfL Kirchheim II: Kurt – Schwarz, Huttenlocher, Caruana (72. Schwindt), Großhans – Kalfic (83. Gutmann), Helber, Fidan, Nickels – Colic (66. Kostidis), Singh (75. Abrantes).

1.FC Heiningen: Lando – Scekic (46. Vetter), Kütri (66. Zydek), Sorg, Dominik Garcia – Demirci (46. Medicina), Aleo, Lleshaj, Hamamci – Ziesche, Alexander Garcia.

Tore: 1:0 Kalfic (9.), 2:0 Singh (14.), 3:0 Kalfic (29.), 4:0, 5:0 Colic (57., 64.), 5:1, 5:2 Alexander Garcia (73., 88.)

Gelbe Karten: Scekic (FCH)

Zuschauer: 550 (358 zahlende)

Schiedsrichter: Kai Lechner (Esslingen)