Lokalsport

Die Eichert-Elf als Favoritenschreck?


WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Die meistgenannten Favoriten sind wie schon in den Jahren zuvor die "Maier-Truppe" aus Großbettlingen und der GSV Dürnau, der stark eingeschätzt wird. Auch dem Aufsteiger FC Nürtingen 73 werden genauso Meisterschaftschancen eingeräumt wie dem TSV Notzingen.


Nach dem Abstieg der Kirchheimer Catanesen sind die Teams von der Teck zu einem Trio geschrumpft, in dem Notzingen vorne dabei sein will und Jesingen ebenso wie die SGEH einen sicheren Mittelfeldplatz anvisieren. Die beiden Ersteren wollen dies mit ihren bisherigen Trainern Stefan Haussmann und Klaus Müller beide im vierten Trainerjahr schaffen, während bei der SGEH der zum Verbandsligisten FC Frickenhausen abgewanderte Spielertrainer Marc Kaisner in Ralf Friedl seinen Nachfolger fand.


Zu einem echten Schlagerspiel kommt es gleich zu Beginn, wenn am Sonntag der letztjährige Vierte, TSV Notzingen, den Vizemeister TSGV Großbettlingen zu Gast hat. Mit einer 0:2-Niederlage gegen das Team von Claus Maier musste Notzingen erst vor wenigen Wochen seine letzten Meisterschaftshoffnungen begraben, doch dafür peilt die Haussmann-Truppe jetzt Revanche an. "Wir wollen das Auftaktspiel gewinnen" sagt der Coach, der Platz drei bis fünf als Saisonziel anvisiert. Mit der Vorbereitung ist der TSVN-Spielertrainer zufrieden: "Nach schwachem Beginn haben wir uns gegen starke Gegner gesteigert, wovon nicht zuletzt das 0:0 gegen den VfL Kirchheim zeugt, " bescheinigt er seinen Jungs eine gute Frühform, die es nun zu beweisen gilt. Bis auf Acevedo kann Hauss-mann aus dem Vollen schöpfen, hat also die Qual der Wahl. Die Maier-Truppe aus Großbettlingen sieht sich dagegen keinesfalls als der Topfavorit. Die Abgänge von Öztürk, Mutlu und vor allem Torjäger Greco werden nicht leicht zu verkraften sein. Es wird sich also gleich am Sonntag zeigen, wie dies gelungen ist.


Auch Jesingen startet mit einem Heimspiel. Zu Gast in den Lehen-äckern ist der TSV Neckartailfingen. Auch hier ist Coach Klaus Müller mit der Vorbereitung zufrieden. Doch jetzt zeigt sich ein anderes Bild, denn sieben Leute fehlen urlaubsbedingt. Es werde nicht einfach, am Sonntag eine gute Formation zu finden, wobei er hauptsächlich Probleme mit der Abwehr habe, sieht der Coach nicht ohne Sorgen dem Saisonstart entgegen. "Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt", wobei ein Sieg bei dem schweren Auftaktprogramm natürlich wichtig für die Moral wäre. In Jesingen wird man vor allem den nach Notzingen abgewanderten Torjäger Thon vermissen (23 Tore). "Wir haben keine großen Verstärkungen dazubekommen, hoffen aber, dass unsere jungen Spieler ins Team hineinwachsen", meint Klaus Müller. Denn auch Neckartailfingen geht nicht ohne Sorgen in die neue Saison, nachdem mit Robert Lorch, Frank Müller und Frank Stumpp drei Leistungsträger ihre Laufbahn beendet haben.


Während 14 der 16 Bezirksligisten die Generalprobe bei den Spielen um den Bezirkspokal bestanden, blieben sowohl die SGEH als auch der Aufsteiger TSG Zell auf der Strecke. Beide haben nun die Chance zur Rehabilitation. Die SGEH hat sich dabei des Neulings Grötzingen zu erwehren, dem es als erstem A-Vizemeister gelang, durch einen Sieg gegen Denkendorf in den Relegationsspielen den Aufstieg zu schaffen. Mit einem 4:0-Pokalsieg in Neckarhausen bewies der Neuling gute Form, was den Älblern zu denken geben wird. Neutrainer Ralf Friedl muss die Abgänge von Marc Kaisner, Michael König und Björn Schwenkel mit acht Neuzugängen versuchen, zu kompensieren.


Dass dies noch nicht gelungen ist, bewies die 3:4-Pokalniederlage beim FV 09 Nürtingen, die nun gegen den Nachbarn Grötzingen ausgebügelt werden soll. "Der Neuling ist schwer einzuschätzen" sieht SGEH-Boss Jörg Kammerer dem Spiel mit gemischten Gefühlen entgegen, zumal Friedl gleich sechs verletzte Spieler ersetzen muss. Trotzdem ist man bei der SGEH optimistisch: "Der neue Trainer hat ein neues Wir-Gefühl aufgebaut, wir bauen weiter auf den Rückhalt unserer Fans" blickt Kammerer mit Zuversicht der neuen Saison entgegen.


Bereits am morgigen Samstag bildet ein brisantes Aufsteiger-Duell den Auftakt in der Bezirksliga. Der TSG Zell empfängt den FC Nürtingen 73. Beide Teams wurden souveräne Meister ihrer Staffeln und noch etwas verbindet sie: Die Nürtinger wurden Sieger beim diesjährigen Senner-Pokalturnier in Neuffen und die Schützlinge von Axel Maier machten es ihnen nach, als sie in Neidlingen umjubelter Teckboten-Pokalsieger wurden. In der ersten Runde des Bezirkspokals hingegen überzeugte die Multi-Kulti-Truppe aus Nürtingen mit einem 9:0-Kantersieg in Linsenhofen, während Zell beim SSV Göppingen mit 3:6 die Segel streichen musste und dabei bereits mit 0:6 hinten lag. So wird es TSG-Coach Axel Maier nicht leicht haben, seine Jungs wieder aufzurichten, denn ein gelungener Start ist für jeden Aufsteiger wichtig.