Lokalsport

Die Fliegerelite steht bereit

Morgen wird der 44. Hahnweidwettbewerb eröffnet – Flüge ab Samstag

Die ersten Flugzeuge sind seit Sonntag vor Ort, das Teilnehmerfeld steht seit Jahresbeginn: Segelflieger aus nah und fern fiebern der 44. Auflage des Hahnweidwettbewerbs entgegen. Morgen Abend geht‘s für die 115 Top-Piloten mit dem Eröffnungsbriefing los, die ersten Flüge steigen am Samstag.

Peter Eidemüller

Kirchheim. Ein freundschaftlicher Wettbewerb mit internationalem Charakter – so beschreibt Rainer Rauch die 44. Auflage des in Pilotenkreisen als „HWW“ bekannten Segelflugevents, das morgen Abend um 20 Uhr mit dem Eröffnungsbriefing in der Wolf-Hirth-Halle seinen offiziellen Auftakt nimmt. „Dass es freundschaftlich zugeht, tut dem sportlichen Stellenwert aber keinen Abbruch“, sagt der 43-jährige Rauch, der nach 2009 zum zweiten Mal Sprecher und Pressewart des Hahnweidwettbewerbs ist.

Zwar geht es an den acht geplanten Wertungstagen nicht um die direkte Qualifikation für irgendwelche Titelkämpfe, dafür aber um Punkte in der Weltrangliste. „Das ist einzigartig auf der Welt“, weiß Rainer Rauch, „und daher ein großer Vertrauensvorschuss des IGC.“ Das ist die Internationale Gliding Commission, die als Zertifizierungs- und Regulierungstelle des internationalen Segeflugsports die Weltrangliste führt. Punkte für diese dürfen normalerweise nur bei offiziellen Meisterschaften vergeben werden – der Hahnweidwettbewerb bildet hier nicht zuletzt dank seines glänzenden Rufs eine Ausnahme.

So ist es kein Wunder, dass sich die diesjährigen Teilnehmerlisten der fünf Wettbewerbsklassen (Standard, 15 m, 18 m, Offene, Doppelsitzer) wieder einmal mehr wie das Who-is-who der Segelflugwelt lesen: Amtierende und ehemalige Weltmeister werden sich auf der Hahnweide eine Woche lang die Klinke in die Hand geben. „Bis auf die Polen haben wir mit den Nationalteams aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien die komplette Weltelite am Start“, freut sich Rainer Rauch.

Dass der „HWW“ über die Jahre ein Selbstläufer geworden ist, beweist auch der regelmäßige Run auf die Startplätze. Auch heuer waren die Teilnehmerlisten binnen kürzester Zeit voll: Gerade mal 24 Stunden dauerte es im Januar, bis die Online-Anmeldungen das Limit erreicht hatten. Insgesamt 115 Piloten werden bis übernächsten Samstag die Hahnweide bevölkern und das knapp 45-köpfige Organisationsteam an seine Grenzen bringen. Dieses wird übrigens heuer von einem Duo angeführt. Marc Puskeiler hat den Job des Wettbewerbsleiters, den er in den vergangenen drei Jahren innehatte, an Reinhard Diez weitergegeben und ist ab sofort als Sportleiter tätig.

Allerdings kann auch Puskeiler als frisch diplomierter Meteorologe keine definitiven Prognosen in Sachen Wettbewerbswetter abgeben. „Alle Berechnungsmodelle, die über 48  Stunden in die Zukunft gehen, sind zu unsicher“, weiß auch Rainer Rauch, der sich im Namen der Organisatoren wenigstens vier flugtaugliche Tage wünscht. „Das wäre eine feine Sache.“

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